11 May 2026, 04:16

Sachsens Minister plant Rettung des VW-Werks Zwickau mit chinesischem Joint Venture

Schwarze und weiße Anzeige für die Louis Eilers Hannover-Herrenhausen-Fabrik, die das Fabrikgebäude mit Textüberlagerung zeigt.

Sachsens Minister plant Rettung des VW-Werks Zwickau mit chinesischem Joint Venture

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat einen kühnen Vorschlag unterbreitet, um Arbeitsplätze im Volkswagen-Werk Zwickau zu sichern: ein Joint Venture zwischen dem deutschen Automobilhersteller und einem chinesischen Elektroauto-Produzenten. Damit soll die Auslastung ungenutzter Produktionskapazitäten verbessert und die Zukunft des Standorts gesichert werden – angesichts nachlassender Nachfrage nach den ID-Modellen.

Das Werk in Zwickau, einst Vorzeigeprojekt für Volkswagens Elektrooffensive, kämpft seit einigen Jahren mit Herausforderungen. Nach der Umrüstung zur rein elektrischen Fahrzeugfabrik 2019 leidet es unter einer geringeren als erwarteten Nachfrage nach den ID-Modellen. Die Folge: Produktionskürzungen und Stellenabbau, die die Stabilität des Standorts gefährden.

Rund 10.000 Mitarbeiter sind direkt im Werk beschäftigt, weitere 30.000 Arbeitsplätze hängen indirekt davon ab. Ursprünglich hatte Volkswagen geplant, den Standort Zwickau bis zum 1. Januar 2027 in die Volkswagen AG zu integrieren – dieser Schritt wurde jedoch verschoben.

Panter betonte die wachsende Bedeutung Chinas im Bereich der Elektromobilität und bezeichnete das Land als „Innovationstreiber und Vorreiter“, nicht als bloßen Wachstumsmarkt. Klare europäische Regeln und Standards seien für eine mögliche Partnerschaft unverzichtbar, so der Minister. Ziel bleibe es, das Werk zu erhalten und die Arbeitsplätze in der Region zu sichern.

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Der Vorschlag spiegelt die sich wandelnden Kräfteverhältnisse auf dem globalen Elektroautomarkt wider. Gelingt das Joint Venture, könnte es die Produktion in Zwickau stabilisieren und gleichzeitig chinesisches Know-how nutzen. Der Erfolg hängt jedoch von den Verhandlungen, der regulatorischen Abstimmung und der künftigen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ab.

Quelle