08 June 2026, 14:17

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher im Mobilfunknetz schließen

Smartphone-Empfang via Satellit: Deutsche Anbieter wollen Totzonen auf unterschiedliche Weise ausfüllen

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher im Mobilfunknetz schließen

Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satelliten, um Funklöcher im Mobilfunknetz zu schließen. Bald könnten auch abgelegene Regionen mit schlechter Netzabdeckung durch satellitengestützte Netze bessere Verbindungen erhalten. Mehrere Anbieter haben bereits Partnerschaften mit Satellitenfirmen bekannt gegeben, um entsprechende Dienste zu testen und auszubauen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

O2 Telefónica arbeitet mit dem europäischen Unternehmen OQ Technology zusammen, um in Mecklenburg-Vorpommern Satelliteninternet zu erproben. Die Tests sollen Anfang 2027 in der Nähe von Waren an der Müritz beginnen. OQ, das seine Satelliten von Europa aus betreibt, erwartet, dass über seinen Dienst eine Smartphone-Datenrate von ein bis zwei Megabit pro Sekunde erreicht wird.

Das Unternehmen verfügt derzeit über fünf Satelliten im Orbit, drei weitere sollen noch in diesem Jahr starten. Bis Ende 2027 will OQ 48 Satelliten in Betrieb haben und die Flotte bis 2028 oder 2029 auf 150 ausbauen. Damit wäre eine durchgehende Abdeckung für datenintensive Anwendungen wie Videostreaming möglich.

Unterdessen hat die Deutsche Telekom eine Kooperation mit Starlink geschlossen, um ab 2028 Mobilfunkempfang in abgelegenen Gebieten zu ermöglichen. Auch Vodafone hat ein Joint Venture mit AST SpaceMobile gegründet, allerdings steht ein Starttermin für den satellitengestützten Dienst noch nicht fest.

Satellitenverbindungen sollen die bestehenden Mobilfunknetze ergänzen, Funklöcher beseitigen und die Kommunikation in Notfällen wie Naturkatastrophen sichern. Der Ausbau satellitengestützter Netze könnte die Konnektivität in ländlichen und schwer zugänglichen Regionen grundlegend verbessern. Da mehrere Anbieter in die Technologie investieren, könnten flächendeckendere Abdeckung und stabilere Signale bereits in den nächsten Jahren Realität werden.

Quelle