Schockierende Ergebnisse: 85 Prozent der Busse bei Grenzkontrollen beanstandet
Philipp FischerSchockierende Ergebnisse: 85 Prozent der Busse bei Grenzkontrollen beanstandet
Behörden führen überraschende Buskontrollen am Zollamt Weil am Rhein durch
Am 22. März 2026 haben Behörden am Grenzzollamt Weil am Rhein unangekündigte Kontrollen von Bussen durchgeführt. Im Fokus standen grenzüberschreitende Fahrten – dabei wurden bei den überprüften Fahrzeugen weitverbreitete Verstöße aufgedeckt.
Zwischen 13 und 18 Uhr untersuchten Zoll- und Verkehrspolizeibeamte insgesamt 17 Busse, darunter 15 Reisebusse und 2 Linienverkehrsbusse. Ein Fahrzeug fiel sofort auf: Sein Tachograph war abgelaufen, und die Windschutzscheibe war beschädigt. Das verantwortliche Verkehrsunternehmen musste dafür sofort ein Bußgeld zahlen.
Doch die Mängel endeten nicht dort. Rund 85 Prozent der Busse entsprachen nicht den gesetzlichen Vorgaben. Viele verfügten nicht über die vorgeschriebenen EU-Fahrtennachweise, bei anderen fehlten ergänzende Eintragungen oder diese waren unvollständig. Zudem hatten Fahrer die vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht eingehalten – eine weitere Liste von Verstößen kam so zusammen.
Die Behörden bestätigten, dass im Laufe des Jahres weitere Kontrollen im gewerblichen Personentransport folgen werden.
Die Aktion offenbarten gravierende Compliance-Lücken im grenzüberschreitenden Busverkehr. Mit bereits verhängten Strafen und weiteren geplanten Überprüfungen wollen die Behörden eine strengere Einhaltung der Verkehrsregeln durchsetzen. Die hohe Verstoßquote deutet darauf hin, dass eine fortlaufende Überwachung notwendig sein wird.






