25 March 2026, 20:17

Schröder attackiert SPD: "Verlorener Weg und fehlende Reformen"

Ein weißer Hintergrund mit zentrierter fetter schwarzer Schrift, die den Text "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" enthält, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand.

Schröder attackiert SPD: "Verlorener Weg und fehlende Reformen"

Altkanzler Gerhard Schröder hat die SPD zu mutigen Reformen aufgerufen und warnt, die Partei habe ihren Weg verloren. In einer scharfen Kritik wirft er der aktuellen Führung vor, wirtschaftliche Prioritäten zu ignorieren und sich von den realen Sorgen der Menschen zu entfernen. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Partei ihre Haltung zur Rentenpolitik ändert und sich damit von seiner eigenen Agenda 2010 abwendet.

Schröder forderte die SPD auf, den Geist seiner Agenda 2010 aus dem Jahr 2005 wiederzubeleben, die das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre anhob und private Altersvorsorge förderte. Die heutige Partei unterstütze stattdessen ein "generationenneutrales" Rentensystem, das es Rentnern erlaube, länger zu arbeiten, während Erhöhungen des Renteneintrittsalters hinausgezögert würden. Dies stehe im Kontrast zu seinen damaligen Reformen, die auch die Riester-Rente einführten – ein System, das nach 25 Jahren nun abgeschafft werden soll.

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Er kritisierte die Doppelspitze der SPD als "Quatsch mit Doppelführung" und forderte stärkere Unterstützung für Vizekanzler Lars Klingbeil, den er als fähigen Leader lobte. Zudem warf Schröder der Partei vor, sich mit Kleinigkeiten zu beschäftigen, statt die wirtschaftlichen Herausforderungen anzugehen. Er erinnerte an seinen Wahlabend 1998, als er betonte: "Das Land ist wichtiger als die Partei."

In der Rentendebatte drängte er auf eine Neuauflage der Diskussion und verwies darauf, dass die letzte große Reform zwei Jahrzehnte zurückliege. Regieren heiße, sich dem echten Leben zu stellen – nicht nur Parteiprogrammen, so Schröder. Reformen müssten mit Entschlossenheit und nicht mit Zögern angegangen werden.

Schröders Aussagen unterstreichen die wachsende Kluft zwischen seinem reformerischen Erbe und dem aktuellen Kurs der SPD. Die Partei setzt nun auf Modelle wie die Aktiv-Rente, die es Rentnern ermöglicht, weiterzuarbeiten, während die Debatte über eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre geführt wird. Sein Appell zu entschlossenem Handeln spiegelt seine Frustration über mangelnden Ehrgeiz in der heutigen Parteiführung wider.

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