Schweinsteigers "afrikanischer Fußball"-Kommentar löst Rassismus-Debatte aus
Sebastian FischerSchweinsteigers "afrikanischer Fußball"-Kommentar löst Rassismus-Debatte aus
Die deutsche Mannschaft sicherte sich mit einem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste den Erfolg in ihrem Gruppenspiel. Das Spiel fand vor dem Hintergrund einer Kontroverse statt, die durch Äußerungen von Bastian Schweinsteiger über den Spielstil der ivorischen Mannschaft ausgelöst worden war.
Vor dem Spiel hatte Schweinsteiger den Ansatz der Elfenbeinküste als „etwas afrikanischen Fußball, etwas unorthodox, etwas wild, vielleicht auch nicht ganz so taktisch geprägt“ und unberechenbar beschrieben. Später präzisierte er, seine Aussagen hätten sich auf taktische Aspekte bezogen und nicht auf einzelne Spieler, und betonte, er habe niemanden beleidigen wollen.
Der ivorische Trainer Emerse Faé kritisierte Schweinsteigers Worte scharf als rassistisch. Trotz der Debatte führte Faé sein Team anschließend zu einem historischen 2:0-Sieg gegen Curaçao und sicherte der Elfenbeinküste damit erstmals den Einzug ins Achtelfinale einer Weltmeisterschaft.
ARD-Intendant Axel Balkausky stellte sich hinter Schweinsteiger und argumentierte, dessen Aussagen seien eine fachliche Einschätzung zum Fußball gewesen und keine rassistische Äußerung. Jürgen Klopp zeigte sich bei einer Stellungnahme zurückhaltend. Er bezeichnete die Angelegenheit als ernst und gab zu, unsicher zu sein, wie man angemessen darauf reagieren solle.
Deutschland gewann die Partie mit 2:1, doch die Diskussion um Schweinsteigers Aussagen hielt an. Während die Elfenbeinküste erstmals in die K.-o.-Phase einzog, blieb die Debatte über die Bedeutung seiner Worte ungelöst.
