Sechs Monate Bewährung für Feuerzeug-Attacke auf Bundesliga-Torwart
Sebastian FischerSechs Monate Bewährung für Feuerzeug-Attacke auf Bundesliga-Torwart
Ein 28-jähriger Mann ist zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er während eines Bundesliga-Spiels ein Feuerzeug auf einen Torwart geworfen hatte. Der Vorfall ereignete sich am 14. Dezember 2024 im Stadion An der Alten Försterei in Köpenick und führte zu einer längeren Spielunterbrechung sowie einem kampflosen Sieg für die gegnerische Mannschaft.
Der Angriff passierte mitten im Spiel, als der Angeklagte – der über die Stadionüberwachung identifiziert wurde – ein Feuerzeug auf den Torhüter Patrick Drewes schleuderte. Der Aufprall verursachte eine leichte Schädelprellung, weshalb Drewes eine Woche lang arbeitsunfähig war. Die Partie wurde für über 25 Minuten unterbrochen, bevor die Schiedsrichter der gegnerischen Mannschaft einen 2:0-Sieg zusprachen.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine zehnmonatige Bewährungsstrafe gefordert und die Tat als „ein absolutes No-Go – eine überschrittene rote Linie“ bezeichnet. Die Verteidigung plädierte hingegen auf Freispruch. Dennoch verurteilte das Gericht den Mann zu sechs Monaten auf Bewährung und verhängte ein zweijähriges Stadionverbot. Damit darf er keine Spiele in den vier höchsten deutschen Ligen besuchen.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat alkoholisiert war. Das Feuerzeug wurde rechtlich als gefährliches Werkzeug eingestuft.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da die Möglichkeit einer Berufung besteht. Die Bewährungsstrafe und das Stadionverbot sind jedoch die unmittelbaren Konsequenzen des Angriffs. Aufgrund der Spielunterbrechung endete die Partie zudem mit einem kampflosen Verlust für die Heimmannschaft.






