Seltene Waffen erzielen Rekordpreise bei spektakulärer Auktion historischer Schusswaffen
Sebastian FischerSeltene Waffen erzielen Rekordpreise bei spektakulärer Auktion historischer Schusswaffen
Bei einer kürzlichen Auktion seltener Schusswaffen und historischer Waffen erzielten mehrere Stücke Preise, die weit über ihren Startgeboten lagen. Sammler boten erbittert um einzigartige Exponate, darunter Pistolen, die einst prominenten Persönlichkeiten gehörten, sowie militärische Antiquitäten. Einige Lose erreichten fast das Dreifache ihrer ursprünglichen Schätzungen.
Einer der Spitzenverkäufe war Los 2289, eine Korriphila HSP 701, die einst dem deutschen Meisterschützen Dieter Krause gehörte. Die Pistole erzielte 36.200 Euro – deutlich über dem Startgebot von 13.000 Euro. Eine weitere Korriphila HSP 701, Los 2288, bekannt als das Modell „Odins Auge“, wurde für 22.000 Euro verkauft – fast das Dreifache der geschätzten 8.000 Euro.
Los 2310, eine Mauser C96 mit bewegter Geschichte, stieß ebenfalls auf großes Interesse. Die Pistole gehörte einst dem deutschen Archäologen Robert Koldewey und trug eine Tinteninschrift mit Bezug zu Babylon und Baalbek aus dem Jahr 1899. Mit dem Monogramm „PX“ versehen, wechselte sie für 22.000 Euro den Besitzer.
Auch militärische Schusswaffen fanden reißenden Absatz. Los 3355, eine Sauer & Sohn M30 „Luftwaffendrilling“, erzielte 17.800 Euro nach einem Startgebot von 12.000 Euro. In der Nähe wurde Los 3356, ein halbautomatisches Gewehr 41, zum gleichen Preis versteigert – allerdings bei einem deutlich niedrigeren Startgebot von 4.500 Euro.
Weitere Höhepunkte waren Los 2306, eine 9x19-mm-Kort-Pistole, die für 14.800 Euro den Besitzer wechselte – mehr als das Dreifache der geschätzten 4.800 Euro. Gleichzeitig erreichte Los 41039, ein osmanischer Schaschka-Säbel, 26.000 Euro nach einem Startpreis von 6.000 Euro.
Das Auktionshaus hat die Gebotsmöglichkeiten mit einem Nachverkauf verlängert. Sammler können bis zum 30. Juni weiterhin Angebote für unverkaufte Objekte abgeben.
Die Veranstaltung unterstrich die starke Nachfrage nach seltenen und historisch bedeutenden Waffen. Viele Stücke übertrafen die Erwartungen und erzielten fast das Dreifache ihrer Ausgangspreise. Die Nachverkaufsphase bietet Käufern nun eine weitere Chance, verbleibende Lose zu erwerben.






