Steinmeier wirbt für deutsche Bewerbung um Olympische Spiele 2036
Sebastian FischerSteinmeier wirbt für deutsche Bewerbung um Olympische Spiele 2036
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich öffentlich für eine Bewerbung Deutschlands um die Austragung der Olympischen Spiele 2036 ausgesprochen. Seine Unterstützung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Land eine mögliche Kandidatur prüft – was die erste Rückkehr der Spiele nach Deutschland seit München 1972 bedeuten würde. Die Ankündigung hat landesweit neues Interesse an potenziellen Gastgeberstädten geweckt.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September 2026 seine Bewerberstadt für die Olympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 auswählen. Steinmeiers Rückendeckung stärkt die Chancen von München, der Rhein-Ruhr-Region mit Köln sowie Berlin. Obwohl er persönlich eine spätere Bewerbung – entweder für 2040 oder 2044 – bevorzugt, schließt er 2036 nicht vollständig aus.
DOSB-Präsident Otto Fricke begrüßte Steinmeiers Unterstützung und bezeichnete sie als wichtiges Signal für den deutschen Sport. Er betonte, dass man die Entscheidung für 2036 verantwortungsvoll angehen werde, unabhängig davon, ob die Spiele letztlich in diesem Jahr in Deutschland stattfinden. Katar, das bisher als Favorit für 2036 galt, sieht sich unterdessen aufgrund regionaler Konflikte – darunter der Iran-Krieg und jüngste Angriffe auf das Land – mit wachsender Unsicherheit konfrontiert.
Steinmeiers Zusage verleiht Deutschlands olympischen Ambitionen neuen Schwung. Mit mehreren Städten im Rennen und einer Entscheidung im Jahr 2026 positioniert sich das Land als starker Kandidat für künftige Spiele. Die endgültige Wahl wird sowohl von den nationalen Vorbereitungen als auch von der sich wandelnden globalen Lage abhängen.






