27 March 2026, 14:25

Streit um Hunde im Mainzer Martin-Luther-King-Park eskaliert

Ein eingezäunter Hundepark mit Kunstgras, Rampen und umgebender Vegetation, Fahrzeugen, Schuppen und einer Laterne unter einem sichtbaren Himmel.

Streit um Hunde im Mainzer Martin-Luther-King-Park eskaliert

Martin-Luther-King-Park in Mainz wird zum Zankapfel für Hundebesitzer und Stadtverwaltung

Der beliebte Martin-Luther-King-Park (MLK) in Mainz, der von Spaziergängern und Radfahrern stark frequentiert wird, ist zum Brennpunkt der Diskussionen über seine inoffizielle Nutzung als Hundeauslaufzone geworden. Anwohner fordern bessere Infrastruktur und entfachen damit eine Debatte über die künftige Gestaltung des Geländes.

Der MLK-Park dient als wichtige Fußgänger- und Radverbindung zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Mainzer Innenstadt. Mit Bänken, einem Tischtennistisch, einem Boule-Platz, einem Fußballfeld und einem Basketballkorb bietet er vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Trotz der Pflicht, Hunde an der Leine zu führen, lassen einige Besitzer ihre Tiere frei laufen – was immer wieder zu Konflikten führt.

Im Juli 2025 demonstrierten Anwohner mit ihren Hunden für bessere Einrichtungen und setzten damit die Stadtverwaltung unter Druck. Der Mainzer Stadtrat beauftragte daraufhin die Behörden, alternative Standorte für offizielle Hundewiesen zu prüfen. Stadtrat Steinkrüger betonte jedoch, dass eine Umwidmung bestehender Grünflächen wie des MLK-Parks nicht infrage komme.

Bereits im Mai 2024 hatte der Rat Umgestaltungspläne für den Park beschlossen, in denen kein Platz für eine Hundewiese vorgesehen ist. Mainz erhebt zwar hohe Hundesteuern – etwa 186 Euro für den ersten Hund im Jahr 2022 –, doch konkrete Einnahmezahlen der Stadt liegen nicht vor. Bundesweit beliefen sich die Einnahmen aus der Hundesteuer 2022 auf 414 Millionen Euro, 2024 sogar auf den Rekordwert von 430 Millionen Euro.

Die Proteste haben nun die Suche nach neuen Flächen für Hundewiesen angestoßen. Die Behörden werden mögliche Standorte prüfen, der MLK-Park selbst bleibt jedoch unverändert. Die Entscheidung wird zeigen, ob Mainz den wachsenden Bedarf an hundefreundlichen Flächen decken kann – ohne bestehende öffentliche Räume umzugestalten.

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