Süßwarenbranche im Arbeitskampf: Streiks für faire Löhne eskalieren
Beschäftigte in Deutschlands Süßwarenbranche verschärfen Arbeitskampf für höhere Löhne
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent über zwölf Monate. Die Arbeitgeber haben bisher ein Angebot vorgelegt, das eine Lohnpause für sechs Monate vorsieht, gefolgt von geringfügigen Steigerungen in den Jahren 2026 und 2027.
Aktuell verhandelt die NGG mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Die Gespräche finden auf Landesebene statt, teilweise parallel – wie in der Branche üblich. Die Gewerkschaft bezeichnet das aktuelle Arbeitgeberangebot als völlig unzureichend.
Am 4. Juni hatten rund 200 Mitarbeiter des Unternehmens Bahlsen den ersten Warnstreik in der Branche durchgeführt. Nun schließen sich fast alle Beschäftigten der Lorenz Snacks GmbH & Co KG den Protesten an. Ihr Ausstand am Freitag dauert bis 14 Uhr.
Alexander Nimptsch, NGG-Regionalsekretär, kritisiert, dass der Vorschlag die finanzielle Belastung der Beschäftigten und ihrer Familien nicht berücksichtige. Die Süßwarenindustrie ist in Deutschland der viertgrößte Lebensmittelzweig und bietet etwa 60.000 Menschen Arbeit.
Der Streik bei Lorenz Snacks zeigt die wachsende Unzufriedenheit der Belegschaften. Die Forderung der Gewerkschaft nach 5,8 Prozent mehr Lohn bleibt im aktuellen Angebot unerfüllt. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen.






