23 May 2026, 06:15

Tempelhofer Feld: Kai Wegner prüft Wohnungsbau an den Rändern des geschützten Areals

Wegner: Berlin könnte am Rand des Tempelhofer Felds bauen

Tempelhofer Feld: Kai Wegner prüft Wohnungsbau an den Rändern des geschützten Areals

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner prüft Pläne zur teilweisen Bebauung des Tempelhofer Felds. Der Vorschlag sieht den Bau von Wohnraum an den Rändern des ehemaligen Flughafenareals vor. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Idee trotz des seit 2014 geltenden Bauverbots in der Bevölkerung auf breite Zustimmung stößt.

2014 hatte ein Bürgerentscheid jede Bebauung des Tempelhofer Felds blockiert und die 200 Hektar offene Wiesenfläche unter Schutz gestellt. Nun schlägt ein neuer Plan vor, entlang eines Drittels des Geländeumfangs etwa 21.000 Wohnungen zu errichten. Die zentrale Grünfläche bliebe dabei – wie im Tempelhof-Gesetz vorgeschrieben – unangetastet.

Eine Gruppe von Architekten hat bereits einen Entwurf für das Projekt vorgelegt. Ihr Konzept zielt darauf ab, über 20.000 Wohnungen zu schaffen, in denen potenziell mehr als 50.000 Menschen leben könnten. Nun wird das Land Berlin prüfen, ob das Vorhaben wirtschaftlich tragfähig ist.

Die öffentliche Meinung scheint dem Vorhaben wohlgesinnt. Eine repräsentative Umfrage ergab, dass 59 Prozent der Befragten eine „maßvolle Bebauung an den Rändern“ befürworten, um die Wohnungsnot in Berlin zu lindern. Der Vorschlag markiert damit eine Abkehr von der strikten Nicht-Bebauungspolitik, die vor einem Jahrzehnt beschlossen wurde.

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Als nächster Schritt steht eine detaillierte finanzielle Bewertung durch das Land an. Bei einer Genehmigung könnte das Projekt Tausende neue Wohnungen für den Berliner Wohnungsmarkt schaffen. Die zentrale Wiesenfläche bleibt jedoch nach geltendem Recht geschützt.

Quelle