Uli Borowka packt in Salzgitter aus: Wie er die Alkoholsucht besiegte
Philipp FischerUli Borowka packt in Salzgitter aus: Wie er die Alkoholsucht besiegte
Ehemaliger Bundesliga-Profi Uli Borowka zu Besuch in Salzgitter: Offener Austausch über Alkoholsucht
Der frühere Bundesliga-Fußballer Uli Borowka hat kürzlich zwei Schulen in Salzgitter besucht, um über seinen Kampf gegen die Alkoholsucht zu sprechen. Rund 350 Schülerinnen und Schüler verfolgten aufmerksam seinen Bericht über die Höhen und Tiefen seiner Suchterkrankung und den Weg in ein Leben ohne Alkohol. Die Veranstaltung war Teil eines Programms, das über die Gefahren von Abhängigkeit und deren Folgen aufklären soll.
Borowka sprach mit Neunt- und Zehntklässlern der Gottfried-Linke-Realschule und des Kranich-Gymnasiums. Aus seinem Buch „Vollgas: Mein Doppelleben als Fußballprofi“ las er Passagen vor, in denen er schildert, wie die Sucht seine Karriere, seine Gesundheit und sein Familienleben zerstörte. Im Gespräch ging es auch um die Bedeutung von Selbstreflexion und den Umgang mit Stress – ohne auf schädliche Bewältigungsstrategien zurückzugreifen.
Die Jugendlichen beteiligten sich lebhaft, stellten Fragen zu seinen Trinkgewohnheiten, dem Weg in die Nüchternheit und darüber, wie er Vaterschaft und Suchtbewältigung unter einen Hut bringt. Nach dem Vortrag bildeten sich lange Schlangen, denn viele wollten sich ein Autogramm oder ein Selfie mit dem Ex-Kicker sichern.
Veranstaltet wurde der Besuch mit Unterstützung von AWO-Salto Suchthilfe, einer lokalen Beratungsstelle. Die Finanzierung übernahmen die BKK Salzgitter und die BKK Public, sodass das Programm eine breite Zielgruppe erreichen konnte. Lehrkräfte und Schüler zeigten sich begeistert und sprachen sich dafür aus, die Initiative auch in den kommenden Jahren fortzuführen.
Borowkas Besuch hinterließ bei den Jugendlichen einen tiefen Eindruck – viele blieben noch nach der offiziellen Veranstaltung, um sich persönlich mit ihm auszutauschen. Die Aktion unterstrich, wie wichtig offene Gespräche über Suchterkrankungen sind, insbesondere im Umgang mit jungen Menschen. Schulen und Organisatoren prüfen nun, wie ähnliche Formate künftig ausgeweitet werden können.






