Verbraucherschützer entlarven: Gefährliche Produkte bleiben auf Online-Plattformen erhältlich
Tobias NeumannVerbraucherschützer entlarven: Gefährliche Produkte bleiben auf Online-Plattformen erhältlich
Verbraucherschützer decken gravierende Lücken bei der Sperrung gefährlicher Produkte auf Online-Marktplätzen auf
Eine aktuelle Analyse zeigt: Millionen unsicherer oder verbotener Artikel sind weiterhin im Handel erhältlich. Die Ergebnisse werfen die Frage auf, wie lange schädliche Produkte trotz offizieller Warnungen im Umlauf bleiben.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat die EU-Datenbank zu Produktentfernungen für November 2025 ausgewertet. Demnach löschten Deutschlands fünf größte Shopping-Plattformen in diesem einen Monat fast 70 Millionen Angebote. Davon wurden 30 Millionen als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft.
Doch die Verbraucherschützer warnen: Die Abgleiche mit der EU-Datenbank seien nach wie vor unvollständig. Durch diese Lücke könnten gefährliche Artikel unentdeckt bleiben und weiter verkauft werden. Einige schädliche Produkte seien selbst Monate – oder gar Jahre – nach einer EU-Warnung noch im Handel.
Der VZBV fordert nun schärfere Kontrollen. Unsichere Artikel sollen bereits vor dem Verkauf an Verbraucher blockiert werden.
Trotz der Millionen gelöschter Angebote zeigt der Bericht: Riskante Produkte zirkulieren weiterhin im Netz. Die Forderung nach präventiven Sperren unterstreicht die anhaltenden Schwächen bei der Durchsetzung. Ohne bessere Abstimmung mit der EU-Datenbank könnten gefährliche Waren weiterhin in digitalen Regalen landen.






