24 May 2026, 08:16

Vergessene Opera buffa von 1825 feiert spektakuläre Wiedergeburt auf der Bühne

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Vergessene Opera buffa von 1825 feiert spektakuläre Wiedergeburt auf der Bühne

Eine selten aufgeführte Opera buffa aus dem Jahr 1825 feiert mit einer atemberaubenden Neuinszenierung triumphale Rückkehr auf die Bühne. Das Werk, ursprünglich zur Krönung von König Karl X. komponiert, spielt in einem prunkvollen Treffen europäischer Aristokraten im Hotel Goldene Lilie in der französischen Provinz. Das Publikum belohnte die Vorstellung – eine Mischung aus Akrobatik, Pyrotechnik und Gesangskunst – mit stehenden Ovationen.

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Die Oper verlangt ihren 14 Sänger:innen außergewöhnliche Ausdauer ab, die sowohl waghalsige körperliche Leistungen als auch anspruchsvolle Gesangsnummern meistern. Es wird mit Pistolen geschossen, eine Harfe über die Bühne getragen und später in Flammen gesetzt – und doch bewahren die Sänger:innen selbst in den schwierigsten Arien makellose Präzision.

Cecilia Bartoli glänzt als Corinna mit einer funkensprühenden Koloratur, die das Publikum elektrisiert. Edgardo Rocha begeistert mit seinem lyrischen Tenor als Belfiore, während Dmitry Korchak als Graf Libenskof schwindelerregende stimmliche Höhen erreicht. Ildebrando D’Arcangelo verleiht Lord Sidney mit seinem tiefen Bass gravitätische Präsenz, und Florian Sempey bringt als Don Profondo ungestüme Energie auf die Bühne.

Marina Viotti überzeugt als Gräfin Melibea, ihre Darstellung wird nur von Mélissa Petits strahlender Gräfin di Folleville übertroffen. Tara Erraught verzückt mit ihrem Jodeln als Madame Cortese, und Misha Kiria verkörpert den Baron Trombonok mit souveräner Autorität.

Die Inszenierung vereint Akrobatik, theatralisches Spektakel und Gesangsvirtuosität zu einem mitreißenden Ganzen. Jeder Moment – von den zartesten Phrasierungen bis zu den kühnsten Bühneneffekten – ist mit chirurgischer Präzision umgesetzt.

Am Ende brandet tosender Applaus auf, das Publikum erhebt sich zu stehenden Ovationen. Diese Wiederentdeckung eines lange vergessenen Werks beweist, dass seine Mischung aus Witz, Schaulust und musikalischer Brillanz noch immer fasziniert. Die unermüdliche Energie und Perfektion des Ensembles machen diese seltene Aufführung zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Quelle