Vortrag enthüllt Gerhard Schlikkers NS-Vergangenheit und die dunkle Geschichte der Villa Schlikker
Sebastian FischerVortrag enthüllt Gerhard Schlikkers NS-Vergangenheit und die dunkle Geschichte der Villa Schlikker
Öffentlicher Vortrag über Gerhard Schlikkers Leben und die umstrittene Geschichte der Villa Schlikker
Am Donnerstag, dem 9. April, findet um 18:30 Uhr ein öffentlicher Vortrag über das Leben Gerhard Schlikkers und die kontroverse Geschichte der Villa Schlikker statt. Die Veranstaltung im Museumsquartier Osnabrück beleuchtet, wie das Gebäude in den 1930er-Jahren von einer Privatresidenz zu einer NS-Parteizentrale umfunktioniert wurde.
Gerhard Schlikker erwarb das Anwesen am Heger Tor 1926. Nur sechs Jahre später stellte er es der NSDAP als örtliches Hauptquartier zur Verfügung. Der Historiker Dr. Thorsten Heese wird in seinem Vortrag Schlikkers Handeln während der NS-Zeit sowie seine Parteimitgliedschaft thematisieren.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Topographien des Terrors", die untersucht, wie Diktaturen entstehen und welche langfristigen Folgen sie für demokratische Gesellschaften haben. Zudem wird die Frage nach der persönlichen Verantwortung behandelt, wenn sich eine Republik in eine Diktatur verwandelt.
Der Eintritt kostet 3 Euro, für unter 18-Jährige ist die Teilnahme kostenlos. Ziel der Diskussion ist es, individuelles Verhalten in der NS-Zeit am Beispiel Schlikkers zu analysieren.
Der Abend bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit Schlikkers Rolle in der Osnabrücker NS-Geschichte und den weiteren Auswirkungen persönlicher Entscheidungen unter autoritären Regimen. Zwar geben die Quellen kaum Aufschluss über seine spätere Reflexion dieser Zeit, doch der Vortrag wird den historischen Kontext der Villa Schlikker und ihre Bedeutung während des Dritten Reiches aufzeigen.






