VW Osnabrück drosselt Produktion: Vier-Tage-Woche wegen schwacher Cabrio-Nachfrage
Tobias NeumannVW Osnabrück drosselt Produktion: Vier-Tage-Woche wegen schwacher Cabrio-Nachfrage
Volkswagen drosselt die Produktion in seinem Werk Osnabrück wegen nachlassender Nachfrage nach Cabriolets. Die Änderungen treten im August in Kraft, wobei die Arbeitszeit auf vier Tage pro Woche reduziert wird. Das Werk fertigt derzeit ausschließlich den T-Roc Cabriolet, ein Modell mit saisonalen Nachfragespitzen im Frühling und Sommer.
Ab August wird die Fabrik ihre Sommerpause um eine Woche verlängern. Nach der Unterbrechung wird sie im Vier-Tage-Rhythmus arbeiten und zusätzliche produktionfreie Tage einführen. Diese Anpassung folgt auf das Ende der Porsche-Modellproduktion am Standort im vergangenen Jahr.
Der Gesamtbetriebsrat warnt, dass sich die Lage weiter verschärft. Bereits jetzt wechseln Mitarbeiter zu kürzeren Arbeitswochen – ein Jahr vor dem geplanten Auslauf der Pkw-Produktion im Jahr 2027. Auch die Montage des VW T-Roc Cabriolet wird dann eingestellt.
Volkswagen prüft nun langfristige Optionen für das Osnabrücker Werk über 2027 hinaus. Es laufen Gespräche mit Rüstungsunternehmen über eine mögliche künftige Nutzung der Anlage.
Die Produktion wird gedrosselt, da die Nachfrage nach dem einzigen dort gefertigten Modell, dem T-Roc Cabriolet, in der zweiten Jahreshälfte nachlässt. Volkswagen strebt an, dem Standort nach dem Ende der Automobilproduktion eine neue Rolle zu geben. Die Verhandlungen mit Rüstungsfirmen deuten auf eine mögliche Umwidmung des Werks hin.






