VW schließt 2024 drei deutsche Werke und streicht 30.000 Jobs
Volkswagen hat Pläne bekannt gegeben, im Jahr 2024 drei deutsche Werke zu schließen und 30.000 Arbeitsplätze abzubauen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund erheblicher ungenutzter Kapazitäten in den europäischen Produktionsstätten des Konzerns. Schätzungen zufolge bleiben bis zu 800.000 Einheiten des Produktionspotenzials unausgeschöpft.
Einige europäische Werke von Volkswagen arbeiten seit fast 20 Jahren mit weniger als 60 Prozent Auslastung. Betroffen sind unter anderem die Standorte Zwickau und Emden, die sich auf die Fertigung von Batterie-Elektrofahrzeugen spezialisiert haben. Konzernchef Oliver Blume schlägt sogar noch drastischere Maßnahmen vor: die Schließung von vier Werken und den Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen bis 2030.
Zu den gefährdeten Standorten zählen Hannover, Zwickau, Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. Die Fahrzeugproduktion in Asien, insbesondere in China, ist mittlerweile günstiger als in Europa. Dieser Wandel setzt Volkswagen zusätzlich unter Druck, seine Betriebsstrukturen umzugestalten.
Der Gewinn pro Fahrzeug stieg 2024 auf 5.300 Euro (umgerechnet etwa 5.919 Dollar), nach 3.180 Euro (rund 3.593 Dollar) im Jahr 2016. Trotz dieser Steigerung pocht die Unternehmensführung auf „entschlossenes Handeln“, um die deutschen Werke wieder an die volle Kapazitätsauslastung heranzuführen. Eine grundlegende Neuordnung der Konzernstruktur ist Teil der geplanten Veränderungen.
Die geplanten Werksschließungen und Stellenstreichungen zielen darauf ab, langjährige Ineffizienzen zu beseitigen. Mit den Umstrukturierungsmaßnahmen will Volkswagen sich den günstigeren Produktionskosten im Ausland anpassen. Die nächsten Schritte des Konzerns werden zeigen, ob es den deutschen Standorten gelingt, wieder ihre volle Leistungsfähigkeit zu erreichen.
