Wartburgkreis reformiert Krankenhausversorgung mit neuem Strategieplan ab 2026
Sebastian FischerWartburgkreis reformiert Krankenhausversorgung mit neuem Strategieplan ab 2026
Der Kreistag des Wartburgkreises hat einstimmig einen neuen strategischen Plan für die Krankenhäuser in der Region verabschiedet. Das Vorhaben zielt darauf ab, die medizinische Versorgung für die Bevölkerung langfristig, zugänglich und nachhaltig zu sichern. Die Änderungen treten ab Juli 2026 in Kraft, wobei der Landkreis die volle Trägerschaft für ein Krankenhaus übernimmt und die Dienstleistungen an zwei Standorten koordiniert.
Am Dienstag billigte der Kreistag den „Strategieplan für die Krankenhausversorgung im Wartburgkreis“. Der Plan unterteilt die Region in einen nördlichen und einen südlichen Versorgungsbereich, jeweils mit einem leistungsstarken Schwerpunktkrankenhaus als Kern. Sowohl das St.-Georg-Klinikum Eisenach als auch das Klinikum Bad Salzungen bleiben unter der Trägerschaft des Landkreises in Betrieb.
Ab dem 1. Juli 2026 wird der Wartburgkreis das St.-Georg-Klinikum Eisenach, das bisher von kirchlichen Trägern betrieben wurde, in voller Eigenverantwortung führen. Beide Häuser behalten ihre zentralen Notaufnahmen und fungieren als erweiterte Notfallversorgungsstandorte. Zudem werden sie spezialisierte Leistungen ausbauen, darunter zertifizierte Zentren und Schwerpunktbereiche der Behandlung.
Der Kreistag hat außerdem neue Mitglieder in die Aufsichtsräte der St.-Georg-Klinikum Eisenach gGmbH und der GFG berufen. Gleichzeitig laufen Gespräche über eine engere Zusammenarbeit mit dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen, um die Abstimmung der medizinischen Dienstleistungen zu verbessern.
Der Plan stellt sicher, dass beide Krankenhäuser mit klar definierten Aufgaben und gemeinsamen Ressourcen erhalten bleiben. Zudem werden die Personalherausforderungen angegangen, da die Gewinnung und Bindung von Fachkräften für die ländliche Gesundheitsversorgung weiterhin entscheidend ist. Mit diesem koordinierten Ansatz strebt der Landkreis eine Stabilisierung und Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Region an.
