Warum zögern Käufer noch beim Umstieg auf Elektroautos?
Elektroautos gewinnen an Boden – doch Preis und Ladeinfrastruktur bremsen Käufer aus
Elektrofahrzeuge liegen im Trend, doch hohe Kosten und Sorgen um das Laden halten viele Kaufinteressenten noch zurück. Eine aktuelle Umfrage zeigt: 64 Prozent der potenziellen Autokäufer sehen den hohen Anschaffungspreis als größtes Hindernis für den Umstieg auf E-Autos. Gleichzeitig verzeichnen Händler ein wachsendes Interesse an Elektrofahrzeugen – auch wenn Modelle mit Verbrennungsmotor nach wie vor die beliebteste Wahl bleiben.
Laut der Studie ist der Kaufpreis für 64 Prozent der Befragten das entscheidende Kriterium, gefolgt von der Angst vor zu geringer Reichweite. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) bemängelt zudem Lücken im Ladenetz als großes Hemmnis. Trotz dieser Hürden bevorzugen mittlerweile 21 Prozent der Händler Elektroautos – nur knapp hinter Benzinern, die mit 29 Prozent noch vorne liegen.
Auch Finanzierungsmodelle beeinflussen die Kaufentscheidung: Rund 36 Prozent der Käufer planen, ihr nächstes Fahrzeug zu leasen oder per Kredit zu finanzieren. Händler sind jedoch überzeugt, dass attraktive Restwertgarantien und transparente Berichte über den Batteriezustand den Absatz von E-Autos weiter ankurbeln könnten.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Laden am Arbeitsplatz: Acht von zehn Arbeitnehmern betrachten es als wertvolle Zusatzleistung. Händler bestätigen diesen Trend – 79 Prozent fordern mehr öffentliche Ladestationen, 77 Prozent bessere Batterietechnologie.
Für die Zukunft zeigt sich: 34 Prozent der aktuellen Verbrenner-Fahrer wollen beim nächsten Kauf auf einen alternativen Antrieb umsteigen. Doch noch dominieren Preis und Reichweite die Kaufentscheidung – für 31 bzw. 30 Prozent der Interessenten sind sie die wichtigsten Kriterien.
Der Wandel hin zur E-Mobilität vollzieht sich schrittweise, aber deutlich. Käufer und Händler sind sich einig: Geringere Kosten, ein dichteres Ladenetz und fortschrittlichere Batterien sind entscheidend. Da das Laden am Arbeitsplatz immer relevanter wird, könnte sich die Infrastruktur-Lücke bald verringern – und so mehr Fahrern den Umstieg erleichtern.






