19 April 2026, 06:17

Wegner entschuldigt sich für Berlins Stromausfall-Krise im Januar

Schwarz-weißer Cartoon eines Mannes mit Zylinder und einer Frau in einem Kleid, die besorgt aussehen, aus der 'Berliner Wespen'-Zeitung vom Juli 1873.

Wegner entschuldigt sich für Berlins Stromausfall-Krise im Januar

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich im Abgeordnetenhaus für sein Krisenmanagement während des großen Stromausfalls Anfang Januar entschuldigt. Der Vorfall hatte Teile der Stadt tagelang ohne Elektrizität zurückgelassen und heftige Kritik an den Notfallmaßnahmen ausgelöst. Wegner räumte Fehler ein, verteidigte jedoch die Arbeit seines Teams, das die Versorgung schneller als geplant wiederherstellte.

Der Blackout begann in der ersten Januarwoche und löste eine schnelle, aber chaotische Reaktion aus. Um 8:07 Uhr am ersten Tag des Ausfalls erreichte Wegner am Frühstückstisch zu Hause eine Dringlichkeitsmeldung des Innensenators. Den Großteil des Tages blieb er dort, verließ sein Haus nur für eine Stunde Sport.

Doch bis mittags hatte sich die Lage nicht gebessert. Um 12:07 Uhr übermittelte der Wirtschaftssenator einen Bericht, wonach die Dauer der Stromwiederherstellung weiterhin unklar war. Wegner rief denselben Politiker 38 Minuten später persönlich an, um Klarheit über die anhaltende Stromsperre zu erhalten.

Während der Krise koordinierte Wegner die Zusammenarbeit mehrerer Behörden, um die Wiederherstellung zu beschleunigen. Sein Team arbeitete mit Bezirksämtern, Hilfsorganisationen, Stromnetz Berlin, Polizei, Feuerwehr und sogar der Bundeswehr zusammen. Durch die gemeinsamen Anstrengungen konnte die Stromversorgung anderthalb Tage früher als befürchtet wiederhergestellt werden.

Trotz des letztlich erfolgreichen Einsatzes sah sich Wegner mit Vorwürfen wegen seiner Führung konfrontiert. In seiner Entschuldigung vor dem Parlament gestand er Versäumnisse ein, betonte jedoch, dass er und die zuständigen Senatoren ihre Pflichten unter schwierigen Bedingungen erfüllt hätten.

Die Entschuldigung des Bürgermeisters folgte auf Tage der Unterbrechungen, in denen Tausende Berliner im Dunkeln und in der Kälte ausharren mussten. Zwar wurde der Strom schneller als erwartet wiederhergestellt, doch der Vorfall offenbarten Schwächen im Krisenmanagement. Wegners Eingeständnis unterstreicht den Druck auf die Stadtverwaltung, die Notfallvorsorge für künftige Stromausfälle zu verbessern.

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