07 May 2026, 14:19

Wie Kommunalpolitik und Feuerwehr dem AfD-Druck widerstehen

Ein Plakat mit einem zentralen Baum, umgeben von Gesichtern, und einem Text unten mit der Aufschrift "Der politische Cluster im Terrorismus."

Wie Kommunalpolitik und Feuerwehr dem AfD-Druck widerstehen

In einer aktuellen Folge des Podcasts „Mauerecho – Ost trifft West“ ging es um die Herausforderungen im Umgang mit antidemokratischen Einflüssen in der Kommunalpolitik und öffentlichen Einrichtungen. Zu Gast waren Frank Kliem, Vizepräsident des Brandenburgischen Feuerwehrverbandes, und Katja Dietrich, Bürgermeisterin von Weißwasser, die von ihren Erfahrungen im Umgang mit rechtsextremen Druck in ihrem beruflichen Alltag berichteten.

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Die Live-Sonderfolge konzentrierte sich darauf, wie Stadträte und ehrenamtliche Organisationen wie Feuerwehrwehren sich gegen den wachsenden Einfluss der AfD wappnen. Da die Partei in einigen Regionen mittlerweile die stärkste Fraktion stellt, erläuterten Kliem und Dietrich ihre Strategien, um demokratische Werte zu verteidigen – auch im Dialog mit AfD-Wählern und -Funktionären.

Kliem, selbst Feuerwehrmann, sah sich mit Kritik des AfD-Landesvorsitzenden konfrontiert, nachdem er sich für einen Ausschluss der Partei ausgesprochen hatte. Der Vorsitzende argumentierte, der Feuerwehrverband brauche eine Führung, die sich auf die Sicherheit der Mitglieder konzentriere, statt sich in politische Auseinandersetzungen einzumischen. Die AfD wirft ihren Gegnern unterdessen wiederholt vor, exkludierende Politik zu betreiben und sich einer sogenannten „Regenbogen-Ideologie“ zu unterwerfen.

Der Podcast betonte zudem die Bedeutung differenzierter Debatten, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Die Hörer wurden ermutigt, sich an Diskussionen zu beteiligen, die Gräben überbrücken, statt sie zu vertiefen. Die nächste Folge, die am 14. Mai erscheinen soll, widmet sich dann Gesprächen mit Bürgern über Arbeit und wirtschaftliche Themen.

Bürgermeisterin Dietrich schilderte ihren Ansatz, wie sie Regierungsverantwortung mit der Präsenz von AfD-Vertretern in der Kommunalpolitik in Einklang bringt. Sowohl sie als auch Kliem unterstrichen, wie wichtig klare demokratische Grundsätze im öffentlichen Dienst sind – selbst wenn man sich mit rechtsextremen Kräften konfrontiert sieht.

Die Folge machte deutlich, wie schwierig es in der Praxis ist, Institutionen vor antidemokratischen Einflüssen zu schützen, ohne den Dialog abzubrechen. Angesichts des Erstarkens der AfD in kommunalen Gremien müssen Verantwortliche wie Kliem und Dietrich weiterhin den Spagat zwischen politischer Opposition und bürgerlicher Verantwortung meistern. Die nächste Podcast-Folge wird sich vertieft mit wirtschaftlichen Sorgen beschäftigen und damit eine weitere Plattform für öffentliche Debatten bieten.

Quelle