Wolfenbüttel plant radikale Wärmewende bis 2040 ohne fossile Brennstoffe
Lotta BrandtWolfenbüttel plant radikale Wärmewende bis 2040 ohne fossile Brennstoffe
Wolfenbüttel treibt ehrgeizigen Plan zur Wärmewende voran
Bis 2040 will die Stadt Wolfenbüttel ihre Wärmeversorgung komplett klimaneutral gestalten und alle CO₂-Emissionen in diesem Bereich abschaffen. Ein detaillierter Fahrplan liegt nun vor und steht bis Ende Mai zur öffentlichen Konsultation bereit.
Aktuell verbraucht die Stadt jährlich rund 600 Gigawattstunden Wärme. Davon stammen derzeit 94 Prozent aus fossilen Brennstoffen, während nur sechs Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Um dies zu ändern, haben die Verantwortlichen Wolfenbüttel in 46 verschiedene Zonen unterteilt, für die jeweils maßgeschneiderte Konzepte zur Dekarbonisierung erarbeitet wurden.
Zwei Hauptstrategien werden verfolgt: der Ausbau des zentralen Fernwärmenetzes und die verstärkte Nutzung dezentraler Wärmepumpen. Beide Ansätze sollen dazu beitragen, fossile Brennstoffe bis 2040 vollständig zu ersetzen. Die endgültige Fassung des Wärmeplans wird als Leitfaden für alle künftigen Umsetzungsmaßnahmen dienen.
Mit der Umstellung geht auch ein umfangreicher Ausbau des Stromnetzes einher. Bis 2037 müssen die Versorgungsunternehmen 180 Kilometer neue Niederspannungskabel verlegen und 150 zusätzliche Transformatorenstationen errichten. Diese Anpassungen sind notwendig, um den steigenden Strombedarf durch die zunehmende Verbreitung von Wärmepumpen zu decken.
Der Entwurf skizziert zwei mögliche Szenarien für das Jahr 2040, die beide auf einer Kombination aus Wärmepumpen und einem ausgebauten Fernwärmenetz basieren. Sobald der Plan finalisiert ist, wird er den Weg für Wolfenbüttels Übergang zu einer vollständig CO₂-freien Wärmeversorgung weisen. Nun wartet die Stadt auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung, bevor sie die nächsten Schritte einleitet.






