Wolfsburgs Holy-Spirit-Ensemble vor historischem Wandel und neuer Zukunft
Sebastian FischerWolfsburgs Holy-Spirit-Ensemble vor historischem Wandel und neuer Zukunft
Das Holy-Spirit-Ensemble in Wolfsburg steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Pläne zur Erhaltung, Restaurierung und neuen Nutzung des denkmalgeschützten Geländes stoßen auf starke Unterstützung seitens der Stadtverwaltung. Das Vorhaben hängt nun von zentralen Entscheidungen ab – darunter die Übertragung des Eigentums und die Bewilligung der Finanzmittel.
Die Initiative zur Belebung des Ensembles wird von Wolfsburgs Führungskräften getragen. Oberbürgermeister Dennis Weilmann betonte die Bedeutung, das kulturelle Erbe des Ortes zu bewahren und gleichzeitig neue Nutzungsmöglichkeiten für die Öffentlichkeit zu schaffen. Kai-Uwe Hirschheide, Leiter der Stadtplanung, bezeichnete das Projekt als seltene Gelegenheit, die Anlage nachhaltig zu sanieren.
Bevor die Arbeiten beginnen können, müssen Machbarkeitsstudien die Restaurierungskosten, künftige Nutzungsformen und Finanzierungsoptionen prüfen. Der Stadtrat stimmt am 13. Mai über die Beteiligung Wolfsburgs an der Forum-Alvar-Aalto-Stiftung ab, die das Projekt begleiten soll. Bei Zustimmung plant die Stadt, bis zu eine Million Euro in das Stiftungsvermögen einzubringen.
Professor Rolf Schnellecke, der die Stiftungsinitiative vertritt, unterstrich, wie wichtig es sei, dass das Ensemble in kommunaler Trägerschaft bleibe – mit städtischer Aufsicht. Die langfristige Vision umfasst kulturelle Veranstaltungen, Gemeinschaftswohnräume, eine Kindertagesstätte und Begegnungsflächen. Doch ohne die Übertragung des Grundstücks durch die Evangelisch-Lutherische Landeskirche kann das Vorhaben nicht realisiert werden.
Die nächsten Schritte hängen von der Entscheidung des Stadtrats und der Bereitschaft der Kirche ab, das Gelände freizugeben. Gelingt dies, wird das sanierte Ensemble Denkmalschutz mit modernen Gemeinschaftsbedürfnissen verbinden. Über den Fortgang des Projekts entscheiden schließlich die Finanzierung, die Machbarkeitsberichte und die Eigentumsfrage.






