Alttextil-Sammlung im Landkreis wird neu organisiert – was sich für Bürger ändert
Lotta BrandtAlttextil-Sammlung im Landkreis wird neu organisiert – was sich für Bürger ändert
Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Alttextil-Sammlung
Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt die Sammlung von Alttextilien um. Die Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Schwierigkeiten auf dem Secondhand-Kleidermarkt in ganz Deutschland und Europa. Statt der bisher verteilten Container müssen die Bürger künftig weniger, aber zentralere Annahmestellen nutzen.
Aktuell sammelt der Landkreis jährlich rund 300 Tonnen Alttextilien. Die Einnahmen aus diesen Sammlungen halfen bisher, die Abfallgebühren stabil zu halten. Doch angesichts von Marktproblemen – darunter Insolvenzen und nachlassende Qualität – passt die Verwaltung nun das System an.
In Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön wurden die Container bereits entfernt. Die neue zentrale Annahmestelle für die Hohe Rhön befindet sich im Recyclinghof Kaltennordheim in der In der Aue 20. Für weitere Gebiete werden noch Lösungen geprüft.
Bürger können nach wie vor tragbare, saubere Textilien wie Kleidung, Schuhe, Bettwäsche und Handtücher abgeben. Auch Accessoires wie Taschen, Gürtel, Mützen und Schals werden angenommen. Stark verschmutzte oder beschädigte Textilien, nasse oder schimmelige Stoffe, Teppiche, Matratzen und Hausmüll hingegen nicht. Die Verwaltung bittet darum, keine Säcke oder Abfälle neben den Containern zurückzulassen.
Ziel der Umstellung ist es, die Sammlung effizienter zu gestalten, ohne den Service einzuschränken. Durch betreute Annahmestellen soll der Prozess besser gesteuert werden.
Die Änderungen spiegeln die allgemeinen Herausforderungen der Textilrecycling-Branche wider. Mit weniger Sammelstellen hofft der Landkreis, die Effizienz zu erhalten und gleichzeitig die Abfallwirtschaftskosten zu stützen. Die Bürger müssen ihre Spenden künftig gezielt an den zentralen Standorten abgeben.






