Babyboomer droht Altersarmut: Rente unter 800 Euro und explodierende Mieten
Sebastian FischerBabyboomer droht Altersarmut: Rente unter 800 Euro und explodierende Mieten
Fast 5,1 Millionen Babyboomer in Deutschland stehen vor einem düsteren Ruhestand, da die gesetzliche Rente unter 800 Euro im Monat sinkt. Viele könnten sich angesichts weiter steigender Mieten keine angemessene Wohnung mehr leisten und in finanzielle Not geraten. Der Gewerkschaftsführer Robert Feiger fordert nun dringendes Handeln, um die wachsende Krise zu bewältigen.
Das Problem wird sich in den nächsten zehn Jahren weiter verschärfen – besonders in Nordrhein-Westfalen. Über eine Million Babyboomer in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland drohen bis 2036 in Wohnungsarmut abzurutschen. Bundesweit macht diese Gruppe etwa 40 Prozent der Nachkriegsgeneration aus, die in diesem Zeitraum in Rente geht.
Bezahlbarer Wohnraum sei, so Feiger, Vorsitzender der IG Bau-Gewerkschaft, „das soziale Problem Nummer eins“. Bereits jetzt sind über 760.000 Rentner:innen auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – das entspricht etwa 4,3 Prozent aller Ruheständler. Ohne Gegenmaßnahmen werde diese Zahl weiter steigen, warnt der Gewerkschafter.
Feiger sieht den Ausbau des Wohnungsbaus als Lösung: Mehr Wohnungen würden den Mietdruck verringern und die Wirtschaft ankurbeln. Seine klare Botschaft an die aktuelle Koalition: Bauen muss Priorität haben.
Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der steigende Lebenshaltungskosten die finanzielle Sicherheit älterer Menschen in Deutschland bedrohen. Da Renten kaum noch die Grundkosten für Wohnen decken, stehen viele Rentner:innen bald vor schwierigen Entscheidungen. Feigers Appell für mehr Neubau zielt darauf ab, eine noch tiefere Krise in den kommenden Jahren zu verhindern.






