07 May 2026, 06:16

Jungheinrich kämpft mit Gewinnsturz und überraschendem Führungswechsel

Logo der 48. Versorgungsmanagementstaffel mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsmanagement" in Blau und dem Text "48. Versorgungsmanagementstaffel" in fetter schwarzer Schrift.

Jungheinrich kämpft mit Gewinnsturz und überraschendem Führungswechsel

Jungheinrich kündigt Führungswechsel nach drastischem Gewinnrückgang an

Nach einem deutlichen Einbruch der Gewinne hat der Intralogistik-Spezialist Jungheinrich einen bedeutenden Wechsel in der Unternehmensführung bekannt gegeben. Heike Wulff, die Finanzvorständin des Konzerns, verlässt das Unternehmen früher als geplant. Gleichzeitig brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Quartal um die Hälfte ein. Die Entscheidung fällt in eine Phase wachsender Marktbelastungen und interner Herausforderungen.

Wulff war Anfang 2026 in den Vorstand von Jungheinrich eingetreten, ihr ursprünglich bis Mai 2027 laufender Vertrag wurde nun in Absprache mit dem Aufsichtsrat nicht verlängert. Ihr Abschied folgt auf eine turbulente Zeit für das Unternehmen, geprägt von einem Streik im Werk Lüneburg und einem verschärften Wettbewerb in der Branche.

Lars Brzoska, der amtierende Vorstandsvorsitzende, übernimmt die Finanzressorts kommissarisch, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist. Der Führungswechsel fällt mit einem deutlichen Rückgang der Profitabilität zusammen: Das EBIT von Jungheinrich lag im ersten Quartal um 50 Prozent unter dem Vorjahreswert.

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Auch der Börsenwert des Unternehmens litt – seit Ende 2025 ist er um fast 30 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro gesunken. Die Anteilseignerstruktur bleibt gespalten: Die Nachkommen des Firmengründers halten über 54 Millionen nicht börsennotierte Stammaktien 53 Prozent der Stimmrechte. Die verbleibenden 45 Millionen stimmlosen Vorzugsaktien, die im MDAX gehandelt werden, befinden sich größtenteils in Streubesitz.

Mit Wulffs Abgang und Brzoskas vorübergehender Übernahme der Finanzverantwortung steht Jungheinrich nun vor der Aufgabe, die Führungsebene zu stabilisieren. Der Rückgang bei den Erträgen und dem Unternehmenswert unterstreicht die Dringlichkeit, operative und wettbewerbsbedingte Probleme anzugehen. Eine dauerhafte Lösung für die Position der Finanzchefin wird benötigt, um das Unternehmen durch die aktuelle Krise zu steuern.

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