Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus
Philipp FischerBerlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus
Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus wird bald ein Platz den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. Die Umbenennung ehrt Friedländer, die Ehrenbürgerin Berlins, in einer feierlichen Zeremonie, die um 9:00 Uhr beginnt. Bei der Veranstaltung wird auch der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) eine Würdigung halten.
Die Feierlichkeiten beginnen um 9:00 Uhr im Plenarsaal, wo Friedländers Leben und Vermächtnis gewürdigt werden. Nach den Ansprachen wird offiziell eine neue Namensplatte für den Platz enthüllt.
Unterdessen beginnt das Abgeordnetenhaus seine Plenarsitzung um 11:00 Uhr – eine Stunde später als üblich. In der Sitzung werden die Abgeordneten die Feiern und Demonstrationen vom 1. Mai erörtern. Zwar verliefen die meisten Veranstaltungen friedlich, doch leitete die Polizei etwa 120 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Straftaten ein. Dazu zählten Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexuelle Belästigung. Mehrere Dutzend Personen wurden vorläufig festgenommen.
Die parlamentarische Debatte wird sich mit dem Umgang mit den Maikundgebungen befassen – sowohl mit dem überwiegend friedlichen Charakter der meisten Aktionen als auch mit den Vorfällen, die zu Polizeieinsätzen führten.
Die Umbenennung des Platzes stellt eine dauerhafte Ehrung für Margot Friedländers Wirken dar. Die Zeremonie und die anschließende Parlamentssitzung widmen sich sowohl ihrem Erbe als auch den jüngsten öffentlichen Ereignissen. Die Ermittlungen zu den Vorfällen vom 1. Mai dauern derweil an.






