02 April 2026, 22:17

Brandenburgs Koalition will Wohneigentum fördern – doch Baugenehmigungen sinken drastisch

Ausführliche alte Karte von Brandenburg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden, Parks und Sehenswürdigkeiten.

Brandenburgs Koalition will Wohneigentum fördern – doch Baugenehmigungen sinken drastisch

Die neue Koalitionsregierung Brandenburgs hat Pläne vorgelegt, um bezahlbaren Wohnraum und Wohneigentum zu fördern. Die Partnerschaft aus SPD und CDU will die Förderung für selbstgenutztes Wohneigentum verdoppeln und gleichzeitig junge Familien unterstützen. Gleichzeitig verzeichnet das Land einen Rückgang bei den genehmigten Wohneinheiten – 2025 sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent.

Die Wohnungsbaustrategie der Koalition konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte: die Steigerung der Eigentumsquote und den Erhalt des sozialen Mietwohnungsbaus. Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) hat versprochen, mehr Wege für Bürger zu schaffen, um Wohneigentum zu erwerben. Junge Familien erhalten zusätzliche Unterstützung, während Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen besseren Zugang zu Wohnungsbauzuschüssen bekommen sollen.

Trotz dieser Bemühungen wurden in Brandenburg 2025 nur 7.047 Wohneinheiten genehmigt – ein Rückgang um 12 Prozent gegenüber 2024. Dies steht im deutlichen Kontrast zu Berlin, wo die Genehmigungen im selben Zeitraum um 35,9 Prozent auf 11.634 stiegen. Berlin hatte bereits 2024 einen Anstieg von 44 Prozent verzeichnet, mit über 14.000 genehmigten Wohnungen.

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Die Koalition hat zugesagt, den Wohnungsbau zu beschleunigen, um die Wohnungsnot zu lindern. Der soziale Mietwohnungsbau bleibt Priorität, eine Kürzung der Mittel ist nicht geplant. Unterdessen haben andere Bundesländer strengere Maßnahmen eingeführt, etwa eine Deckelung der Mietsteigerungen auf 9 Prozent über drei Jahre sowie verschärfte Regeln für Eigenbedarfskündigungen.

Brandenburgs Wohnungspolitik setzt nun auf den Ausbau von Wohneigentum und den Erhalt sozialer Mietwohnungen. Durch die erhöhten Fördermittel und Zuschüsse sollen Familien und einkommensschwächere Haushalte unterstützt werden. Doch der Rückgang bei den genehmigten Wohneinheiten zeigt, dass die Herausforderungen bei der Deckung des Bedarfs weiterhin bestehen.

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