02 April 2026, 18:18

Brandenburgs Spargelsaison startet mit Rekordpreisen und schrumpfenden Anbauflächen

Altes Buch mit einer detaillierten Karte der brandenburgischen Region Deutschlands auf einem schwarzen Hintergrund, begleitet von Texten über die Region.

Brandenburgs Spargelsaison startet mit Rekordpreisen und schrumpfenden Anbauflächen

Die Spargelsaison in Brandenburg hat offiziell begonnen – die ersten frischen Stangen wurden kurz vor Ostern in Beelitz geerntet. Die Landwirte rechnen in diesem Jahr mit einer starken Nachfrage, doch steigende Kosten und schrumpfende Anbauflächen stellen die heimischen Produzenten vor Herausforderungen.

Zu Saisonstart liegen die Preise zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm. Mit zunehmender Erntemenge dürften sie jedoch sinken und sich später im Jahr bei 10 bis 12 Euro einpendeln. Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelvereins, erwartet trotz der höheren Kosten großes Kundeninteresse.

Die Anbauflächen für Spargel in der Region sind in den vergangenen fünf Jahren um bis zu 15 Prozent geschrumpft. 2024 umfasste die Fläche noch 4.026 Hektar – ein Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Jakobs führt dies vor allem auf den hohen Arbeitsaufwand beim Anbau zurück, der durch die fast 10-prozentige Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland zusätzlich belastet wird.

Auch die Energiepreise sind gestiegen, unter anderem wegen des Iran-Konflikts, der die Dieselkosten in die Höhe treibt. Das setzt die Landwirte weiter unter Druck, die ohnehin schon mit höheren Lohnkosten kämpfen. Gleichzeitig macht ihnen die Konkurrenz durch günstigere Importe – vor allem aus Spanien, Mexiko und Griechenland – zu schaffen.

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Trotz dieser Hindernisse wurden 2025 fast 19.000 Tonnen Spargel geerntet. Agrarministerin Hanka Mittelstädt betont die Bedeutung der Förderung regionaler Produkte wie dem Beelitzer Spargel, um die heimische Landwirtschaft zu stärken.

Die Saison startet mit hohen Preisen und großer Nachfrage, doch die Landwirte müssen sich weiterhin mit steigenden Kosten und ausländischer Konkurrenz auseinandersetzen. Mit wachsendem Angebot dürften die Preise jedoch sinken – eine Entlastung für Produzenten und Verbraucher alike.

Quelle