Bundesprogramm verwandelt Büros in Wohnungen – bis zu 30.000 Euro pro Einheit
Tobias NeumannBundesprogramm verwandelt Büros in Wohnungen – bis zu 30.000 Euro pro Einheit
Ein neues Bundesprogramm in Deutschland bietet finanzielle Anreize, um leerstehende Gewerbeimmobilien in Wohnraum umzuwandeln. Investoren können Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit erhalten – ohne Rückzahlungspflicht. Mit der Initiative sollen Wohnungsmangel bekämpft und gleichzeitig die Leerstandsquote in Großstädten gesenkt werden.
Das Programm richtet sich an beheizte, nicht zu Wohnzwecken genutzte Gebäude, die zu Wohnungen umgebaut werden können, die mindestens den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen. Ziel ist es, tausende neue Wohnungen zu schaffen – vor allem in Deutschlands sieben größten Städten. Studien zufolge könnten allein ungenutzte Büroräume Platz für rund 11.000 Wohnungen bieten, mit einem Potenzial von bis zu 60.000 Wohneinheiten in Ballungsräumen.
Pro Unternehmen sind maximal 300.000 Euro Fördergelder möglich, doch die Umbauten können hohe Baukosten und strukturelle Anpassungen erfordern. Trotz der finanziellen Unterstützung bleiben Herausforderungen: Manche Bürogebäude verfügen nicht über die nötige Infrastruktur für komfortables Wohnen.
Obwohl die staatliche KfW-Bankengruppe bereits Förderungen anbietet – etwa 60.000 Euro pro Einheit für bestimmte Maßnahmen – haben bisher keine Bundesländer eigene, ergänzende Landesprogramme aufgelegt. Die aktuellen Zuschüsse konzentrieren sich auf klimafreundliche Sanierungen und die Steigerung des Wohnraumangebots.
Das Programm bietet Entwicklern direkte finanzielle Unterstützung, um leerstehende Gewerbeflächen umzunutzen. Bei Erfolg könnte es den Wohnungsdruck in Stadtzentren verringern und gleichzeitig ungenutzte Gebäude reduzieren. Langfristig hängt der Effekt jedoch von der Beteiligung der Investoren und der Machbarkeit der Umbauten ab.






