Bürstner stellt Wohnwagen-Produktion ein – und setzt auf Reisemobile und Campervans
Sebastian FischerBürstner stellt Wohnwagen-Produktion ein – und setzt auf Reisemobile und Campervans
Bürstner kündigt radikale strategische Neuausrichtung an
Der Wohnmobilhersteller Bürstner hat einen grundlegenden Wandel in seiner Unternehmensstrategie bekannt gegeben: Ab 2027 wird die Produktion von Wohnwagen eingestellt, um sich vollständig auf Reisemobile und Campervan-Modelle zu konzentrieren. Dieser Schritt folgt einem deutlichen Nachfragerückgang bei klassischen Wohnwagen in ganz Europa.
Die Entscheidung fällt nach Jahren sinkenden Interesses an Wohnwagen. Allein in Deutschland gingen die Neuzulassungen 2025 um 13,4 Prozent zurück – nur noch 18.766 Einheiten wurden registriert. Gleichzeitig erleben Reisemobile und Campervans bei Campingbegeisterten eine wachsende Beliebtheit.
Geschäftsführer Hubert Brandl betonte, dass es sich nicht um einen dauerhaften Rückzug vom Wohnwagenmarkt handle. Bestehende Kunden versicherte er, dass Serviceleistungen und die Versorgung mit Ersatzteilen weiterhin uneingeschränkt gewährleistet seien. Zudem bestätigte das Unternehmen, dass an den Produktionsstandorten in Kehl (Deutschland) und Wissembourg (Frankreich) keine Arbeitsplätze abgebaut werden.
Die strategische Neuausrichtung ermöglicht es Bürstner, Ressourcen gezielt in den Ausbau der Reisemobil- und Campervan-Paletten zu investieren. Die Produktion dieser Fahrzeuge wird ohne Unterbrechung fortgesetzt, um die steigende Marktnachfrage zu bedienen.
Ab 2027 wird Bürstner keine neuen Wohnwagen mehr herstellen. Der Fokus des Unternehmens liegt dann ausschließlich auf Reisemobilen und Campervans – eine Reaktion auf die sich wandelnden Trends im Freizeitfahrzeugsektor. Besitzer bestehender Wohnwagen erhalten jedoch weiterhin umfassende Unterstützung bei Wartung und Ersatzteilversorgung.






