02 April 2026, 18:18

CDU-Politiker Bommert teilt NS-Militärvideo – und löst Empörung aus

Deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das eine Gruppe von Menschen in Girlanden zeigt, die Gewehre halten, mit Text oben und unten.

CDU-Politiker Bommert teilt NS-Militärvideo – und löst Empörung aus

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg, steht in der Kritik, nachdem er ein Video mit restaurierten Militärfahrzeugen aus der NS-Zeit geteilt hat. Die Aufnahmen, die auf seinem Instagram-Account veröffentlicht wurden, zeigen Uniformierte, die auf historischen Wehrmacht-Motorrädern fahren. Die Parteiführung reagierte mit disziplinarischen Maßnahmen und einer öffentlichen Verurteilung.

Das umstrittene Video war zunächst auf Bommerts Social-Media-Profil zu sehen, bevor es gelöscht wurde. Zunächst weigerte er sich, auf die Empörung einzugehen. Unter wachsendem Druck räumte er später ein, der Beitrag sei ein Fehler gewesen, und trat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert für Aufsehen sorgt. Bereits Anfang dieses Jahres hatte er Kritik geerntet, nachdem er in einem WhatsApp-Status seine Lieblingspolitiker aufgelistet hatte – darunter Robert Habeck, Annalena Baerbock, Ricarda Lang und Olaf Scholz. Die CDU reagierte diesmal mit einem offiziellen Verweis, beließ ihn jedoch in seinen Parteiämtern.

Der CDU-Fraktionschef Steeven Bretz verurteilte sowohl den Inhalt des Videos als auch dessen Verbreitung. Er kündigte eine interne Prüfung sowie ein persönliches Gespräch mit Bommert an. Kein anderes CDU-Mitglied in Brandenburg ist in jüngster Zeit wegen historisch oder politisch brisanter Inhalte ähnlich öffentlich in die Kritik geraten.

Die CDU hat zwar disziplinarische Schritte eingeleitet, auf weitere Sanktionen jedoch verzichtet. Bommert bleibt stellvertretender Fraktionsvorsitzender, sein Rücktritt vom Vorsitz des Wirtschaftsausschusses bleibt jedoch bestehen. Die Partei signalisierte, die Angelegenheit intern zu klären.

Quelle