CDU Solingen fordert schärfere Maßnahmen gegen Mobbing an Schulen und Kitas
Lotta BrandtCDU Solingen fordert schärfere Maßnahmen gegen Mobbing an Schulen und Kitas
Die Solinger CDU drängt auf eine gründlichere Untersuchung der Präventionsmaßnahmen gegen Mobbing an Schulen und Kitas in der Stadt. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund nationaler Studien, die zeigen, dass etwa jedes sechste Kind von Mobbing betroffen ist – wobei digitale Gewalt zunehmend besorgniserregend wird.
In einer aktuellen Anfrage will die CDU ermitteln, wie verbreitet Mobbing in Solinger Schulen tatsächlich ist. Zwar gibt es keine offiziellen lokalen Berichte zu Cybermobbing, doch bundesweite Zahlen deuten darauf hin, dass rund 16,7 % der 8- bis 21-Jährigen bereits damit konfrontiert wurden. Hochgerechnet auf Solingen wären das etwa 2.800 junge Menschen.
Die Partei hinterfragt zudem die Wirksamkeit der bestehenden Präventionsprogramme. Unklar ist, wie erfolgreich diese Maßnahmen sind und nach welchen Kriterien sie bewertet werden. Auch die Personalsituation in Kitas und Grundschulen soll überprüft werden, um zu klären, ob ausreichend Unterstützung angeboten wird.
Das Thema wird nun in zwei zentralen Ausschüssen behandelt und rückt damit auf die politische Agenda der Stadt. Besonders im Fokus der CDU steht digitale Gewalt, etwa Mobbing in Klassenchatgruppen, das mit der zunehmenden Online-Aktivität von Jugendlichen an Bedeutung gewinnt.
Laut den nationalen PISA-Daten von 2022 geben 21 % der 15-Jährigen in Deutschland an, mindestens mehrmals im Monat gemobbt zu werden. Eine Studie der Techniker Krankenkasse unterstreicht zudem, dass bundesweit jedes sechste Schulkind betroffen ist – ein klarer Appell für verstärkte Präventionsbemühungen.
Die CDU-Anfrage soll sowohl das Ausmaß des Mobbings in Solingen als auch die vorhandenen Ressourcen zur Bekämpfung bewerten. Da es keine lokalen Daten zu Cybermobbing gibt, könnten die Ergebnisse künftige Maßnahmen prägen, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen. Die Erkenntnisse werden zeigen, ob die aktuellen Ansätze nachgebessert oder grundlegend reformiert werden müssen.






