Dehoga warnt vor Jobverlusten durch Warkens Reformpläne im Gastgewerbe
Sebastian FischerDehoga warnt vor Jobverlusten durch Warkens Reformpläne im Gastgewerbe
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat vor möglichen Arbeitsplatzverlusten aufgrund der Reformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken gewarnt. Geschäftsführerin Jana Schimke forderte dringend Maßnahmen zur Entlastung der Lohnnebenkosten für Arbeitgeber in der Branche.
Schimke wies Gewerkschaftswarnungen zurück, wonach das neue Arbeitszeitgesetz unbeabsichtigt zu 13-Stunden-Arbeitstagen führen könnte. Sie bezeichnete solche Befürchtungen als unbegründet und argumentierte, dass unfaire Arbeitgeber schnell Mitarbeiter verlieren würden.
Kritik übte sie auch an den Plänen, die Arbeitgeberanteile zur Krankenversicherung zu erhöhen – einschließlich eines zusätzlichen Zuschlags für Minijobber. Schimke betonte die Notwendigkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit der Politik und zeigte sich frustriert über den aktuellen Zustand der Sozialpartnerschaft. Zudem forderte sie Bürokratieabbau sowie Steuersenkungen und Abgabenerleichterungen, um die Unternehmen zu entlasten.
Die Sozialversicherungsbelastung für Minijobs im Gesundheits- und Pflegebereich soll von 13 auf 21 Prozent steigen, falls der Pflegevorsorgebeitrag eingeführt wird. Diese Erhöhung würde die finanzielle Belastung der Arbeitgeber in diesen Branchen weiter verschärfen.
Dehogas Warnungen unterstreichen die möglichen Folgen der Reformen für den Arbeitsmarkt. Der Verband besteht darauf, dass ohne Entlastung bei Kosten und Bürokratie Arbeitsplätze in der Branche gefährdet seien. Die geplanten Änderungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen könnten zudem Minijobber und ihre Arbeitgeber erheblich treffen.






