Der "Tag von Potsdam": Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beerdigte
Lotta Brandt- März 1933 ging als ein Schicksalsdatum in die deutsche Geschichte ein – der "Tag von Potsdam". Das Ereignis markierte den endgültigen Übergang von der Weimarer Republik in die nationalsozialistische Diktatur. Im Mittelpunkt stand eine inszenierte Zeremonie in der Potsdamer Garnisonkirche.
In der Garnisonkirche: Gedenkfeier zum 'Tag von Potsdam' - Der "Tag von Potsdam": Wie ein Händedruck die Weimarer Republik beerdigte
Die Reichsregierung unter Adolf Hitler organisierte die Staatsfeier als Symbol für die vermeintliche Einheit zwischen preußischer Tradition und NS-Ideologie. Hitler hielt vor dem Reichstag eine Rede, die seine Machtposition festigen sollte. Der prägendste Moment war der Händedruck mit Reichspräsident Paul von Hindenburg vor der Kirche.
Dieser Händedruck wurde fotografisch festgehalten und gilt heute als eines der Schlüsselmotive der Epoche. Er stand für die Verschmelzung von Deutschlands militärischer Vergangenheit mit dem neuen NS-Regime. Die Garnisonkirche, äußerlich von den Nationalsozialisten unverändert, diente als mächtige Kulisse zur Legitimierung ihrer Herrschaft.
Historiker betrachten den Tag heute als inoffiziellen Beginn des "Dritten Reiches". Die Inszenierung half Hitler, seine Macht zu festigen und durch Symbolpolitik die öffentliche Unterstützung zu gewinnen.
Der "Tag von Potsdam" hinterließ tiefe Spuren in der deutschen Geschichte. Die Garnisonkirche, Schauplatz der Zeremonie, wurde später zu einem Ort der Erinnerung an die NS-Opfer. Der inszenierte Händedruck zwischen Hitler und Hindenburg bleibt eines der bekanntesten Bilder des Übergangs in die Diktatur.






