Deutschlands Wirtschaft wächst kaum noch: Prognosen drastisch gesenkt bis 2027
Philipp FischerDeutschlands Wirtschaft wächst kaum noch: Prognosen drastisch gesenkt bis 2027
Die Wirtschaftslage Deutschlands hat sich deutlich eingetrübt: Fühende Forschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre drastisch nach unten korrigiert. Der aktuelle gemeinsame Bericht, der am Mittwoch veröffentlicht werden soll, zeichnet ein düsteres Bild – mit Stagnation im Jahr 2024 und nur minimalen Zuwächsen in den Folgejahren.
Noch vor sechs Monaten hatten Ökonomen ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent für 2023 und 1,4 Prozent für 2024 vorhergesagt. Doch diese Zahlen wurden nun deutlich nach unten revidiert: Für 2023 wird das tatsächliche Wachstum voraussichtlich nur 0,6 Prozent betragen – weit unter den früheren Schätzungen.
Die starken Abwärtskorrekturen spiegeln die anhaltenden Folgen des Krieges im Iran wider, der die Öl- und Gaspreise stark in die Höhe getrieben hat. Diese Energiekostenexplosion belastet die größte Volkswirtschaft Europas schwer und verschärft die bestehenden strukturellen Probleme.
Für 2025 wird das Wachstum nun auf magere 0,3 Prozent prognostiziert – ein Rückgang gegenüber den 1,1 Prozent, die noch im vergangenen Herbst erwartet wurden. Auch 2027 bringt kaum Entlastung: Hier wird mit einem Zuwachs von etwa 1 Prozent gerechnet. Seit fünf Jahren sind solche Abwärtsrevisionen ein wiederkehrendes Muster, da demografische Veränderungen und globaler Wettbewerb die langfristigen Aussichten weiter dämpfen.
Zwar gibt es in einigen Sektoren wie dem Baugewerbe leichte Verbesserungen, doch die gesamtwirtschaftliche Dynamik bleibt schwach. Der Bericht enthält zwar keine detaillierten Mehrjahresvergleiche, signalisiert aber eine anhaltende Zurückhaltung unter den Analysten.
Die überarbeiteten Prognosen unterstreichen Deutschlands anhaltenden Kampf mit schwachem Wachstum. Da die Energiekosten weiterhin hoch bleiben und strukturelle Hindernisse ungelöst sind, steht die Wirtschaft vor einer längeren Phase geringer Expansion. Der vollständige Bericht, der in dieser Woche erscheinen soll, wird weitere Details zu den branchenspezifischen Herausforderungen liefern.






