21 March 2026, 04:19

Dierfelds perfekte Wahlbeteiligung: Wie 8 Stimmen Rheinland-Pfalz überraschten

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, das den Text "Investing in Communities: Biggest Investment in Rural Electricity Since the New Deal" zeigt.

Dierfeld verzeichnet 100-prozentige Wahlbeteiligung - Dierfelds perfekte Wahlbeteiligung: Wie 8 Stimmen Rheinland-Pfalz überraschten

Dierfeld, die kleinste Gemeinde in Rheinland-Pfalz, sorgte bei der jüngsten Landtagswahl für Schlagzeilen. Mit nur 15 Einwohnern und acht Wahlberechtigten erreichte das Dorf eine perfekte Wahlbeteiligung. Um die Wahlgeheimhaltung zu wahren, schloss es sich mit einer Nachbargemeinde zusammen – ein Beispiel für die Herausforderungen, vor denen winzige Ortschaften bei Wahlen stehen.

Bürgermeister Roderich von Greve-Dierfeld sammelte persönlich alle acht Briefwahlstimmen ein und schickte sie ab. Der Ort, zu dem ein Gutshaus aus dem 16. Jahrhundert, eine Kapelle und ein Friedhof gehören, verfügt über kein eigenes Wahllokal. Stattdessen bildete Dierfeld mit dem benachbarten Manderscheid einen gemeinsamen Wahlbezirk, um die Mindestzahl von 30 Stimmzetteln für die Geheimhaltung zu erreichen.

Dieses Vorgehen spiegelt einen landesweiten Trend wider: 2026 schlossen sich 112 der 140 kleinsten Gemeinden Rheinland-Pfalz' – jede mit weniger als 100 Einwohnern – mit Nachbarorten zusammen, um die Anonymität der Wähler zu schützen. Manche, wie Hamm mit seinen 16 Einwohnern, nutzten in der Vergangenheit sogar private Häuser als Wahllokale.

Doch Dierfeld denkt längst über Wahlen hinaus. Ein geplanter Solarpark auf 15 Hektar soll nicht nur erneuerbare Energien fördern, sondern auch lokale gemeinnützige Projekte finanzieren. Das Vorhaben zeigt, wie das Dorf trotz seiner Winzigkeit seinen Einfluss erweitern will.

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Die Wahl in Dierfeld demonstriert, wie ländliche Gemeinden demokratische Regeln umsetzen: durch Ressourcenteilung und Zusammenarbeit erfüllen selbst die kleinsten Dörfer gesetzliche Vorgaben. Gleichzeitig deutet das Solarprojekt darauf hin, dass die Gemeinde eine nachhaltige Zukunft im Blick hat.

Quelle