02 April 2026, 08:20

Dynamo Dresden verliert seine Legende: Hans-Jürgen Kreische stirbt mit 78 Jahren

Schwarzes und weißes Foto eines Mannes in einer Jacke, der vor gestapelten Holzplanken steht, der legendäre deutsche Fußballspieler.

Dynamo Dresden verliert seine Legende: Hans-Jürgen Kreische stirbt mit 78 Jahren

Dynamo Dresden trauert um seinen Ehrenkapitän Hans-Jürgen Kreische, der im Alter von 78 Jahren verstorben ist. Der Verein wird ihm am Samstag im Spiel gegen Hertha BSC mit einer Schweigeminute und schwarzen Trauerbinden gedenken.

Kreische, eine Legende des DDR-Fußballs, verbrachte fast seine gesamte Karriere bei Dynamo Dresden. Sein Einfluss reichte weit über seine aktive Zeit hinaus – er prägte Generationen von Spielern und hinterließ ein bleibendes Erbe im Fußball.

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Geboren und aufgewachsen in Dresden, trat er bereits mit zehn Jahren dem Verein bei. Über alle Jugendmannschaften arbeitete er sich bis in die erste Mannschaft hoch, wo er zum Star avancierte. Als Rekordtorschütze Dynamos mit 262 Treffern trug er maßgeblich zu fünf DDR-Meistertiteln bei.

Den Höhepunkt seiner Laufbahn erreichte er 1974, als er die DDR-Nationalmannschaft als Kapitän zum historischen WM-Sieg gegen die Bundesrepublik führte. Doch 1977 beendete er überraschend mit nur 30 Jahren seine Karriere. Ein Konflikt mit Trainer Walter Fritzsch, ausgelöst durch seine Nichtberücksichtigung im entscheidenden Spiel gegen den 1. FC Magdeburg, führte zu seinem Rücktritt.

Auch nach dem Karriereende blieb Kreische dem Fußball eng verbunden. Er gründete eine Nachwuchsakademie und förderte spätere Stars wie Ulf Kirsten, Matthias Sammer und Alexander Zickler. Bis 2010 arbeitete er als Scout für den HSV und RB Leipzig, trainierte Dynamo Dresden in der Saison 1995/96 kurzzeitig und war später interimistischer Jugendkoordinator.

Bekannt für seinen starken Charakter, geriet er oft mit Trainern aneinander, genoss aber Respekt für seine Hingabe. In den letzten Jahren zog er sich aufgrund nachlassender Gesundheit aus der Öffentlichkeit zurück, doch sein Vermächtnis in Dresden verblasste nie.

Mit Kreisches Tod entsteht eine Lücke in der Geschichte Dynamos. Die Ehrungen des Vereins an diesem Wochenende spiegeln seine unvergängliche Wirkung als Spieler, Mentor und Führungspersönlichkeit wider. Seine Verdienste für den DDR-Fußball – auf und neben dem Platz – werden noch Jahrzehnte in Erinnerung bleiben.

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