Edeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen
Sebastian FischerEdeka will 200 Tegut-Filialen retten – doch das Kartellamt muss zustimmen
Edeka plant Übernahme von 200 Tegut-Filialen
Der Handelskonzern Edeka hat angekündigt, 200 Märkte der angeschlagenen Supermarktkette Tegut zu übernehmen. Der Schritt folgt auf den Rückzug des Schweizer Einzelhändlers Migros vom deutschen Markt. Edeka-Chef Markus Mosa hat die Kartellbehörden nun aufgefordert, die Prüfung des Deals zu beschleunigen.
Durch die geplante Übernahme würde Edeka die Tegut-Standorte integrieren und damit rund 4.500 Arbeitsplätze sichern. Mosa versprach, alle Mitarbeiter zu übernehmen, falls die Transaktion zustande kommt. Zudem garantierte er, den Betrieb an jedem Standort aufrechtzuerhalten – selbst an solchen, die wirtschaftlich schwächeln.
Mosa drängt auf eine zügige Entscheidung des Bundeskartellamts. Er warnte, dass ohne das Eingreifen Edekas viele Filialen schließen müssten, was zu massiven Arbeitsplatzverlusten führen würde. Bevor der Deal vollzogen werden kann, steht jedoch noch die regulatorische Genehmigung aus.
In einer separaten Stellungnahme kritisierte Mosa internationale Lieferanten für überzogene Preiserhöhungen. Als Beispiel nannte er die Schokoladenprodukte von Nestlé, bei denen die Kosten seiner Ansicht nach unnötig in die Höhe getrieben würden. Gleichzeitig wies er Vorwürfe zurück, dass Edekas Expansion zu höheren Lebensmittelpreisen für Verbraucher führen werde.
Die Übernahme würde es Edeka ermöglichen, das Filialnetz von Tegut zu erhalten und Tausende Arbeitsplätze zu sichern. Bei einer Genehmigung würde der Deal zudem die Nahversorgung in Regionen sichern, die sonst ihren letzten Supermarkt verlieren könnten. Die Entscheidung des Bundeskartellamts wird darüber bestimmen, ob die Übernahme Realität wird.






