Energiekrise trifft Zoos: Wie deutsche Wildparks mit Solaranlagen und Biomasse kämpfen
Lotta BrandtEnergiekrise trifft Zoos: Wie deutsche Wildparks mit Solaranlagen und Biomasse kämpfen
Deutsche Zoos und Wildparks kämpfen mit steigenden Energiekosten
Zoos und Wildparks in ganz Deutschland stehen vor wachsenden finanziellen Belastungen, da die Energiepreise weiter steigen. Während einige Einrichtungen bereits Tiere abgegeben haben, um Kosten zu sparen, setzen andere auf erneuerbare Energien, um die wirtschaftliche Lage zu entlasten.
Im Zoo Braunschweig wird die bestehende Solaranlage ausgebaut. Eine 80-kW-Photovoltaikanlage deckt bereits einen Teil des Strombedarfs, unterstützt von kleineren Einheiten. Nun kommen zusätzliche 12 kW Solarleistung hinzu, ergänzt durch ein geplantes 10-kW-Batteriespeichersystem. Trotz der steigenden Ausgaben schließt der Zoo eine Verringerung des Tierbestands aus.
Auch das Artenschutzzentrum Grasleben hat in Solartechnik investiert. Die vor Ort installierten Module helfen, den Energiebedarf wärmeliebender Arten zu decken. Der Wildpark Essehof hingegen setzt auf eine Biomasseheizung und ist so weniger anfällig für Preisschwankungen.
Der Wildpark Stöckheim gibt etwa 2,5 Prozent seines Gesamtbudgets für Energie aus. Um die Kosten zu kontrollieren, nutzt die Einrichtung ein Blockheizkraftwerk, einen Holzvergaser und einen Pelletkessel zur Beheizung. Weder Essehof noch Grasleben ziehen einen Tierverkauf in Betracht, um die Ausgaben auszugleichen.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien hilft einigen Parks, radikale Maßnahmen wie die Abgabe von Tieren zu vermeiden. Mit Solarausbau, Biomasseanlagen und effizienten Heizsystemen streben die Einrichtungen an, die Kosten zu stabilisieren, ohne bei der Tierhaltung zu sparen. Der Fokus liegt vorerst auf nachhaltigen Lösungen – und nicht auf einer Reduzierung der Tierbestände.






