FDP will Regionalen Schulen abschaffen – und setzt auf dreigliedriges System
Tobias NeumannFDP will Haupt- und Realschule wieder einführen - FDP will Regionalen Schulen abschaffen – und setzt auf dreigliedriges System
Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Mecklenburg-Vorpommern hat vor der Landtagswahl am 20. September ihr bildungspolitisches Programm vorgestellt. Die Partei fordert tiefgreifende Reformen, darunter die Abschaffung der Regionalen Schule und die Wiedereinführung des dreigliedrigen Schulsystems. Da die FDP in Umfragen aktuell unter der Fünf-Prozent-Hürde liegt, setzt ihr Wahlkampf auf Freiheit und klare Alternativen zur bisherigen Politik.
Der Landesverband der FDP hat seine Bildungsvorschläge als Teil der Wahlkampfstrategie finalisiert. Zu den zentralen Forderungen gehört die Abschaffung der Regionalen Schule, die 2002 eingeführt wurde, sowie die Rückkehr zum traditionellen System aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Die Partei spricht sich zudem für den Erhalt von Förderschulen aus, möchte den Religionsunterricht jedoch durch ein neutrales Fach ersetzen, das alle Glaubensrichtungen abdeckt.
Auf Bundesebene forderte FDP-Chef Christian Dürr, die Partei solle sich als "radikale Alternative zu mehr vom Gleichen" präsentieren. Er betonte die Notwendigkeit strengerer Sprachprüfungen und schlug vor, zwei Jahre vor der Einschulung verbindliche Deutschtests für Kinder einzuführen. Zudem setzte er sich dafür ein, die Zuwanderung nach Deutschland für Arbeit statt für Sozialleistungen zu erleichtern.
Intern steht die FDP vor Herausforderungen: Ein Antrag für den Parteitag im Mai fordert eine Neuwahl des Bundesvorstands. Gleichzeitig bestehe der Spitzenkandidat Jakob Schirmer darauf, dass der Wahlkampf die Freiheit als zentrales Thema in den Vordergrund stellen müsse.
Der Bildungsplan der FDP stellt einen deutlichen Bruch mit dem aktuellen Schulsystem in Mecklenburg-Vorpommern dar. Bei einer Umsetzung würde das dreigliedrige Schulsystem wieder eingeführt und die Sprachanforderungen verschärft. Ob die Partei mit ihrem Reformkurs bei der Septemberwahl erfolgreich sein wird, hängt davon ab, ob die Wähler ihren Ruf nach Veränderung unterstützen.






