GKV-Reform gefährdet ländliche Krankenhäuser und Rettungshubschrauber in Notfällen
Lotta BrandtGKV-Reform gefährdet ländliche Krankenhäuser und Rettungshubschrauber in Notfällen
Die geplante GKV-Reform der Bundesregierung hat Warnungen vor drastischen Kürzungen in der ländlichen Gesundheitsversorgung ausgelöst. Nach der Zustimmung durch das Bundeskabinett soll der Entwurf nun bis Anfang Juli im Bundestag abgestimmt werden. Kritiker befürchten, dass dadurch kleinere Krankenhäuser zur Schließung gezwungen und lebensrettende Rettungshubschrauber-Dienste eingeschränkt werden könnten.
Die Reform würde die Gesundheitsversorger mit einer zusätzlichen Belastung von fünf Milliarden Euro konfrontieren. Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags (DLT), warnt, dass ländliche Krankenhäuser infolgedessen ihre Kapazitäten reduzieren oder sogar schließen müssten. Er betont, wie unverzichtbar diese Einrichtungen für die lokale Versorgung sind.
Brötel macht zudem auf mögliche Kürzungen bei den Rettungshubschraubern aufmerksam – obwohl diese in lebensbedrohlichen Notfällen, nicht bei Bagatellverletzungen, zum Einsatz kommen. Werden die Dienste zurückgefahren, könnten schwer erkrankte Patienten möglicherweise nicht mehr rechtzeitig in Kliniken gebracht werden.
Der DLT unterstützt damit frühere Warnungen des ADAC, Deutschlands größtem Automobilclub. Beide Organisationen sind sich einig: Geringere Krankenhausdichte in ländlichen Regionen würde die Luftrettung noch wichtiger machen. Ohne sie könnten die Einsatzzeiten bei schweren Notfällen dramatisch steigen.
Die finanzielle Belastung durch die Reform droht ländliche Krankenhäuser an den Rand des Ruins zu treiben. Weniger lokale Einrichtungen würden die Luftrettung zur einzigen Option in Notfällen machen. In den kommenden Wochen müssen die Abgeordneten über den Vorschlag entscheiden.






