Halles Südstadt-Center bleibt zu – Bürger protestieren zum sechsten Mal gegen die Schließung
Philipp FischerHalles Südstadt-Center bleibt zu – Bürger protestieren zum sechsten Mal gegen die Schließung
Bürger Halle fordern zum sechsten Mal die Wiedereröffnung des Südstadt-Centers
Zum sechsten Mal haben sich Anwohner Halles versammelt, um die Wiedereröffnung des Südstadt-Centers zu fordern. Das Einkaufszentrum war im Februar geschlossen worden, nachdem Prüfer schwere Verstöße gegen den Brandschutz festgestellt hatten. Trotz wachsender Verärgerung nahm Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt an der Demonstration teil, bot den Bürgern jedoch keine unmittelbare Lösung für eine Rückkehr des Centers an.
Die Stadt hatte das Südstadt-Center Anfang dieses Jahres wegen akuter Sicherheitsbedenken schließen müssen. Behörden bestätigten, dass die Schließung unvermeidbar gewesen sei, da das Gebäude erhebliche Risiken berge. Seitdem ist das verlassene Gelände wiederholt Ziel von Vandalismus geworden – Diebe haben unter anderem Kupferkabel gestohlen, wobei einige bereits festgenommen wurden.
Der Protestorganisator Daniel Mahler warnte vor den langfristigen Folgen für die südlichen Stadtteile Halles, sollte das Center geschlossen bleiben. Eine Gruppe von Aktivisten übergab Oberbürgermeister Vogt eine Liste mit 35 Fragen zur Zukunft der Einrichtung und forderte klare Antworten. Vogt selbst kritisierte jedoch die zähe Bürokratie der Stadtverwaltung und verwies auf eine zweijährige Verzögerung bei der Genehmigung einer einfachen Verkehrsberuhigungsmaßnahme.
Hinter den Kulissen arbeitet mittlerweile ein städtischer Mitarbeiter direkt mit potenziellen Investoren zusammen. Eine der diskutierten Optionen sieht vor, ein kleineres Ersatzcenter auf einem nahegelegenen Grundstück zu errichten, falls das ursprüngliche Gebäude nicht wiedereröffnet werden kann. Trotz dieser Bemühungen gibt es jedoch noch keinen konkreten Zeitplan für eine Lösung.
Die Zukunft des Südstadt-Centers bleibt ungewiss, während die Bürger weiterhin auf Antworten drängen. Die Stadt prüft Alternativen, darunter ein neues, kleiner dimensioniertes Einkaufszentrum. Bis auf Weiteres bleibt die Schließung bestehen – und hinterlässt im Stadtteil eine Lücke, die den wirtschaftlichen Niedergang weiter beschleunigen könnte.






