09 May 2026, 10:18

Hautkrebsfälle steigen dramatisch – wie schützen wir uns richtig vor UV-Strahlung?

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Hautkrebsfälle steigen dramatisch – wie schützen wir uns richtig vor UV-Strahlung?

Hautkrebsfälle in Deutschland nehmen dramatisch zu

In Deutschland haben sich die Hautkrebsfälle in den letzten zehn Jahren stark erhöht – allein 2023 wurden über 100.000 Menschen behandelt. Dieser besorgniserregende Anstieg fällt mit Warnungen von Experten zusammen, die auf steigende UV-Strahlungsrisiken durch den Klimawandel hinweisen. Gleichzeitig wird weiterhin über die Wirksamkeit und Sicherheit von Sonnencremes diskutiert, etwa in Bezug auf die Vitamin-D-Aufnahme oder bestimmte chemische Filter.

Sonnenlicht enthält ultraviolette (UV) Strahlung, einen bekannten Krebsauslöser, der Hautzellen schädigt und das Krebsrisiko erhöht. Um dem entgegenzuwirken, empfehlen Dermatologen einen dreistufigen Ansatz: die Mittagssonne meiden, schützende Kleidung tragen und Sonnencreme verwenden. Der auf den Produkten angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) zeigt an, wie viel länger die Haut der Sonne ausgesetzt sein kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen – im Vergleich zu ungeschützter Haut.

Entscheidend ist die richtige Menge: Zwei Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut sind nötig, um den angegebenen LSF zu erreichen. Viele moderne Produkte kombinieren chemische und mineralische Filter für einen breiteren Schutz. Dennoch stehen einige Inhaltsstoffe in der Kritik. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft etwa Benzophenon, ein Abbauprodukt des häufig verwendeten Filters Octocrylen, als möglicherweise krebserregend für den Menschen ein.

Kritiker fragen zudem, ob Sonnencreme die Vitamin-D-Produktion hemmt – doch die Belege hierfür sind begrenzt und nicht eindeutig. Trotz dieser Diskussionen unterstreichen die steigenden Hautkrebszahlen die Notwendigkeit eines wirksamen Sonnenschutzes. Die Europäische Kommission empfiehlt zusätzlich, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel so stark sein sollte wie der LSF-Wert, um einen ausgewogenen Schutz zu gewährleisten.

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Angesichts der wachsenden Zahl von Hautkrebsdiagnosen betonen Experten die Bedeutung richtiger Sonnenschutzmaßnahmen. Zwar geben einige Bestandteile von Sonnencremes Anlass zur Sorge, doch ihre Rolle bei der Verhinderung von UV-Schäden ist wissenschaftlich gut belegt. Der beste Schutz bleibt vorerst eine Kombination aus Schatten, Kleidung und korrekt aufgetragener Sonnencreme.

Quelle