Heino-Konzert für entlassenen Feuerwehrmann polarisiert in Bad Belzig
Tobias NeumannHeino-Konzert für entlassenen Feuerwehrmann polarisiert in Bad Belzig
Solidaritätskonzert von Heino lenkt Aufmerksamkeit auf Entlassung eines Feuerwehrmanns
Ein Solidaritätskonzert des deutschen Sängers Heino hat die Entlassung eines örtlichen Feuerwehrmanns in den Fokus gerückt. Richard Mänder, Feuerwehrmann aus Bad Belzig, wurde nach dem Spielen der ersten Strophe der deutschen Nationalhymne von seinen Richterämtern bei einer Feuerwehrmeisterschaft abberufen. Der Vorfall löste eine Kontroverse aus, die Heino dazu veranlasste, eine öffentliche Unterstützungskundgebung zu organisieren.
Mänders Abberufung erfolgte, nachdem er die erste Strophe der Nationalhymne gespielt hatte – eine Version, die aufgrund ihrer historischen Bezüge nur selten verwendet wird. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) bestätigte seine Entbindung von allen Richteraufgaben, beließ ihn jedoch in seinen übrigen feuerwehrtechnischen Pflichten.
Als Reaktion darauf veranstaltete Heino am Samstag ein Konzert in Bad Belzig, das rund 800 Besucher anzog. Die Menge schwenkte schwarz-rot-goldene Fahnen und schuf eine patriotische Atmosphäre. Viele sangen und tanzten zu Heinos Auftritt, während Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen solidarisierend teilnahmen.
Heinos Manager, Helmut Werner, betonte, das Konzert sei explizit zur Unterstützung Mänders organisiert worden. Auch die Schlagersängerin Melanie Müller war anwesend und verhalf der Veranstaltung zu zusätzlicher Bekanntheit. Unterdessen lobte Lars Schieske, AfD-Bundestagsabgeordneter, das Konzert öffentlich auf Instagram.
Trotz der Debatte gab es keine weiteren Konsequenzen für Mänders Tätigkeit bei der Feuerwehr. Der Vorfall bleibt ein Einzelfall, ohne dass es Berichte über strukturelle oder politische Änderungen beim Verband gäbe.
Das Konzert unterstrich zwar die Spannungen um Mänders Entlassung, führte aber zu keinen weiteren Folgen. Der Deutsche Feuerwehrverband hält an seiner Entscheidung fest, während Unterstützer weiterhin hinter dem Feuerwehrmann stehen. Vorerst bleibt die Situation unverändert – Mänder ist weiterhin in seiner örtlichen Wehr aktiv.






