Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Musik und demokratisches Engagement
Philipp FischerHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Musik und demokratisches Engagement
Herbert Grönemeyer erhält den Nationalpreis für sein Lebenswerk in Musik und Demokratie
Der Musiker wird für seine jahrzehntelangen künstlerischen Verdienste sowie sein engagiertes Eintreten gegen rechtsextreme Politik ausgezeichnet. Zu den früheren Preisträgern zählen die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin; im vergangenen Jahr überreichte Bundeskanzler Friedrich Merz die Auszeichnung.
Die Deutsche Nationalstiftung, 1993 ins Leben gerufen, um Einheit und Toleranz zu fördern, würdigt Grönemeyer für seinen kulturellen Einfluss und sein politisches Engagement. Als prägende Figur der deutschen Popgeschichte nutzt er seit jeher seine Bühne, um demokratische Werte zu verteidigen. Bei Konzerten bezog er mehrfach Stellung gegen Rechtsextreme und bezeichnete sie einmal als "rechte Ratten".
Thomas Mirow, Vorsitzender der Stiftung, betonte Grönemeyers Vorbildfunktion für die Gesellschaft. Der Sänger ruft Wähler dazu auf, progressive Politik zu unterstützen – von Klimaschutz über Armutsbekämpfung bis hin zu feministischen Anliegen. Zugleich warnt er vor wachsenden Gefahren für die deutsche Demokratie und fordert einen "Schutzwall gegen Rechts" sowie die Stärkung demokratischer Parteien.
Obwohl Grönemeyer sich generell gegen Extremismus ausspricht, sind seit 2020 keine gezielten Äußerungen oder Aktionen gegen die AfD dokumentiert. Sein Einsatz gilt weiterhin der sozialen Gerechtigkeit und einer offenen, inklusiven Gesellschaft.
Der Preis unterstreicht Grönemeyers doppelten Erbe als Musiker und Kämpfer für demokratische Grundwerte. Seine Aufrufe zur Wähler mobilisierung und zum Widerstand gegen rechtsextreme Ideologien spiegeln die anhaltenden Sorgen um das politische Klima in Deutschland wider. Die Verleihung wird ein weiteres Kapitel in der Tradition der Stiftung sein, Persönlichkeiten zu ehren, die den Zusammenhalt des Landes stärken.






