01 April 2026, 00:18

Hessen fördert Erinnerungskultur mit 150.000 Euro für den Bund der Vertriebenen

Kalender mit dem Titel "Preisträger Wiki Loves Monuments Deutschland 2015" zeigt eine Collage deutscher Denkmäler aus dem Jahr 2015.

Hessen fördert Erinnerungskultur mit 150.000 Euro für den Bund der Vertriebenen

Das Land Hessen hat dem Bund der Vertriebenen (BdV), einer Organisation, die sich der Bewahrung der Geschichten von Flucht, Vertreibung und Neubeginn widmet, 150.000 Euro zur Verfügung gestellt. Innenminister Roman Poseck überreichte den Förderbescheid im Haus der Heimat in Wiesbaden und unterstrich damit das Engagement für Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Der BdV in Hessen unterstützt rund 20 bis 25 regionale Gruppen und örtliche Vereine im gesamten Bundesland. In den vergangenen zwei Jahren haben diese unter anderem große Veranstaltungen organisiert, darunter das jährliche Heimattreffen in Wiesbaden, das 2024 rund 1.500 Teilnehmer anzog. Weitere Projekte waren eine kulturelle Ausstellung zum schlesischen Erbe in Frankfurt (Oktober 2024), Bildungsprogramme für Jugendliche zur Flüchtlingsgeschichte in Kassel (Frühjahr 2025) sowie digitale Erinnerungsworkshops für ältere Mitglieder in Darmstadt.

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Rose-Lore Scholz, stellvertretende Landesvorsitzende des BdV, nahm die Förderung als Zeichen des Vertrauens entgegen. Ein Teil der Mittel fließt in die gemeinsame Landesgeschäftsstelle, die großangelegte Projekte koordiniert. Der Verband pflegt zudem kulturelle Traditionen, organisiert Begegnungen und schafft Räume für den Dialog zwischen Vertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern.

Das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimat unterstützt diese Initiativen finanziell. Vertreter der Behörde betonten, die Förderung sei ein nachhaltiges Signal, das die Arbeit der Einrichtungen stärke und die Kontinuität des BdV sichere.

Die Mittel festigen die Fähigkeit des Bundes der Vertriebenen, die Erfahrungen vertriebener Gemeinschaften zu dokumentieren und weiterzugeben. Gleichzeitig unterstreichen sie die Rolle der Landesregierung, historische Verantwortung zu wahren und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Die Förderung wird Projekte ermöglichen, die Generationen durch Bildung, Kultur und Erinnerung verbinden.

Quelle