Lufthansa-Aktie steigt nach überraschend guten Quartalszahlen um 8 Prozent
Philipp FischerLufthansa-Aktie steigt nach überraschend guten Quartalszahlen um 8 Prozent
Die Aktien der Lufthansa stiegen deutlich an, nachdem die Fluggesellschaft bessere als erwartete Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt hatte. Trotz anhaltender Herausforderungen fiel der bereinigte operative Verlust geringer aus als von Analysten prognostiziert. Investoren reagierten mit einem Kursanstieg von über 8 Prozent im Vormittagshandel.
Das Unternehmen verzeichnete im ersten Quartal einen bereinigten operativen Verlust von 612 Millionen Euro – eine Verbesserung gegenüber der von Analysten geschätzten Verlustsumme von 659 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, blieb damit jedoch hinter der Prognose von 9,3 Milliarden Euro zurück. Als einen der Gründe für die Belastungen nannte das Unternehmen die gestiegenen Treibstoffkosten, die aufgrund des Konflikts im Iran um 1,7 Milliarden Euro in die Höhe schnellten.
Um die Situation zu bewältigen, hat die Lufthansa 20.000 Flüge aus ihrem Sommerflugplan gestrichen. Mit dieser Maßnahme soll der Treibstoffverbrauch angesichts von Versorgungsengpässen reduziert werden. Trotz dieser Herausforderungen hält die Airline an ihrer Jahresprognose für 2026 fest: Der bereinigte operative Gewinn soll den Wert von 1,96 Milliarden Euro aus dem Jahr 2025 übertreffen.
Finanzvorstand Remco Steenbergen warnte jedoch, dass die Prognose von stabilen Rahmenbedingungen abhängt. Weitere Treibstoffknappheiten oder Arbeitsniederlegungen könnten die Erwartungen gefährden. Gleichzeitig treibt das Unternehmen seinen langfristigen Sanierungsplan voran und strebt bis 2028–2030 eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent an.
Der Kursanstieg der Lufthansa-Aktie spiegelt das Vertrauen der Investoren in die Sparmaßnahmen und die langfristige Strategie des Konzerns wider. Die Fluggesellschaft steuert weiterhin durch die Volatilität der Treibstoffpreise und operative Anpassungen. Vorerst bleibt die Jahresprognose unverändert – auch wenn externe Risikofaktoren weiterhin bestehen.






