Merz fordert bessere Bahnverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Tobias NeumannMerz fordert bessere Bahnverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich für einen Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa ausgesprochen. Der Vorstoß erfolgt nach Gesprächen mit polnischen und tschechischen Vertretern über notwendige Modernisierungen im Verkehrssektor. Unterdessen traf sich Olaf Scholz kürzlich mit Spitzenpolitikern aus Ostdeutschland, um über die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu beraten.
Merz betonte das strategische Interesse Deutschlands an einer Verbesserung der Bahnverbindungen nach Polen und in die Tschechische Republik. Beide Länder hatten das Thema zuvor bereits bei den deutschen Behörden angemahnt. Zwar wurden keine konkreten grenzüberschreitenden Projekte genannt, doch der Kanzler unterstrich die Bedeutung engerer Verkehrsverbindungen.
Aktuell konzentrieren sich die Infrastrukturmaßnahmen in Deutschland vor allem auf innerdeutsche Vorhaben. Die Deutsche Bahn hat bis 2026 bis zu 23 Milliarden Euro für Modernisierungen eingeplant, darunter wichtige Strecken wie die Verbindung Hamburg–Berlin. Trotz laufender Arbeiten verkehren Züge zwischen Berlin und Polen jedoch weiterhin nur im Zweistundentakt über den Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen – selbst bei Betriebsstörungen.
Scholz hatte zuvor mit Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer über die wirtschaftliche Entwicklung gesprochen. Railausbaupläne standen bei den Gesprächen allerdings nicht direkt auf der Agenda.
Die Bundesregierung setzt zwar Prioritäten beim Schienenausbau, doch der Großteil der Mittel fließt in innerdeutsche Strecken. Grenzüberschreitende Verbindungen nach Polen und in die Tschechische Republik bleiben weiterhin Thema in den Verhandlungen. Bisher wurden jedoch noch keine konkreten Projekte oder Zeitpläne für diese Vorhaben bekannt gegeben.






