Minijobs: Immer weniger schaffen den Sprung in feste Arbeitsverhältnisse
Tobias NeumannMinijobs: Immer weniger schaffen den Sprung in feste Arbeitsverhältnisse
Immer weniger Beschäftigte in sogenannten Minijobs schaffen den Übergang in reguläre Arbeitsverhältnisse – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. 2017 gelang dies noch über 100.000 Menschen, doch bis September 2022 brach die Zahl stark ein. Politiker und Behörden diskutieren nun über die Gründe für diesen Rückgang.
2017 wechselten insgesamt 102.084 Minijobber in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen. Im selben Jahr fanden zudem 27,1 Prozent der Bezieher von aufstockenden Sozialleistungen einen regulären Job. Bis September 2022 waren es jedoch nur noch 18,6 Prozent.
Bis Ende September 2022 hatten lediglich 50.831 Minijobber den Schritt geschafft – Hochrechnungen zufolge wird die Jahreszahl bei etwa 67.775 liegen. Die Bundesagentur für Arbeit führte die schwache Arbeitsmarktlage als Hauptgrund an. Hülya Düber, CSU-Bundestagsabgeordnete, kritisierte, dass das System zu wenig Anreize biete, um solche Übergänge zu fördern.
Jan Feser, AfD-Bundestagsabgeordneter, übt scharfe Kritik an der Behörde. Er wirft ihr vor, die Arbeitslosigkeit unter Geringverdienern nicht wirksam zu bekämpfen.
Der Rückgang der Übergänge von Minijobs in reguläre Beschäftigung spiegelt die größeren Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt wider. Da 2022 voraussichtlich weniger als 70.000 Menschen diesen Schritt schaffen werden, mehren sich die Forderungen nach Reformen und besseren Anreizen. Behörden und Politiker prüfen weiterhin, wie sich dieser Trend umkehren lässt.






